Mittwoch, 2. Mai 2018

TAG 13....

nach meiner OP, und was soll ich Euch sagen?!?!?!?!

Mir geht's es richtig scheiß GUT! Wenn mir nicht kommende Woche mein Chemo-Doc sagen würde, wir gucken nun mal was die Hugonotten sagen, würde ich ihn fragen, was ich bei ihm soll!!

Also OP war - bis ich mal eine Uhr zur Gesicht bekommen habe - knappe 2 h, kurz auf der Aufwachstation und wie ich dann schon wieder meine Gosch auf Tempo gebracht habe, haben sie mich auf Normalstation bringen lassen.

Dort fit wie ein Turnschuh, bis auf ein paar Pickser schmerzfrei.

Am 1. Tag nach der OP schon auf dem Gang herumgehupst........oh, war mir langweilig in meinem Zimmer, rechts 84 mit Alzheimer, links 86 mit Demenz, später dann einen halben Tag Einzelbelegung, dann 88 plus Non-Stopp-Durchfall.

Tag 5 nach der OP haben sie mich dann nach Hause entlassen.

Klar, ich konnte noch keinen Purzelbaum machen, Fäden kommen morgen raus, aber laut meinem Sohn bin ich entschieden zu fit und sehe leider schon wieder ungeputzte Ecken........*g*

Stuhlgang
Also Leute, man kommt sich nach so einer Aktion vor, wie frisch gebackene Mutter mit Baby und neugieriges Gucken in dieWindel, wie das Geschäft ist. GENAUSO ging es mir auch, aber mein Hinterteil wusste gleich von Anfang an, es gibt Ärger hoch drei, wenn er nicht das macht, was Sache ist.

Da mich mein KrankenhausLieblings-Doc mit den Löckchen leider nicht mehr direkt auf der Station betreut hatte, sondern mehr operiert nun, kam ich auf seinen Plan. Auch die Voruntersuchungen hat er gemacht, inkl. Schließmuskelprüfung '....Hei, lassen Sie mal wieder locker...Mensch die Frau hat eine Kraft in ihrem Schließmusel!....lief alles schön nach Plan.

Mein Poppes hat sich noch nicht eingependelt, ober nun lieber morgens oder abends kackt, aber das üben wir noch. Aber 1-2 Gänge auf die Toi pro Tag finde ich richtig gut.

Essenstechnisch bin ich fast auf Normalkosten - kauen, kauen, trinken!! - nur Rohkost oder blähende Sachen bzw. reine Obstsäfte überspringe ich noch. ABER Rotwein schmeckt schon wieder.

Lustig ist, dass ich - das ist nicht bei allen so, aber bei vielen - das innerliche Fließen des Dünndarms spüre. Sehr komisch.

Auch die automatische Hand Richtung Ex-Fiffi ist noch da.

Also, Leute, die das alle noch vor sich haben. Es kann sehr unkompliziert von statten gehen, leider nicht immer. Aber wir heißt unser heißgeliebtes Zauberwort???

GEDULD ist angesagt.

So, jetzt bibbere ich zu meinem Chemo-Doc-Termin hin, mal sehen bzw. hören, was der so alles von sich gibt. DA habe ich wirklich BAMMEL davor. Ruhe vor dem Sturm??

Bis dann mal!

Samstag, 14. April 2018

Der Countdown läuft.......

am kommenden Dienstag ist Einrücken im Krankenhaus angesagt.

Um 9.00 h - mitten in der Nacht...grrrr

Und dann wird ein paar Tage später mein Fiffi zu Grabe getragen, was heißen soll, mein Dünndarm wird wieder zusammengetackert, wieder auf seinen Platz geschubst, noch ein Netz rein für meinen Bruch, und dann mal wieder alles zugenäht.

Hört sich simpel an, aber Leute, ich hab trotzdem Schiss!

Und dann werde ich wahrscheinlich "stündlich" gefragten "Haben wir schon Stuhlgang gehabt", tja, mal gespannt, wie lange und WIE mein Dickdarm darauf reagiert, dass auf einmal Futter auf ihn zukommt und er seinen Urlaub nun abzubrechen hat und nun mal wieder die Muskeln spielen lassen muss.

Drückt mir die Daumen, dass das so wird, wie es sein soll

Besonders FREUE ich mich auf meine Vollpenison sprich Joghurt und Suppe oder wahlweise Suppe und Joghurt. Irgendwann darf mal ein Zwieback oder ein Toastbrot dazu. Also sie richtige GUTE KOST, nichts mit Schnitzel und Sauce. Aber irgendwann kommt dann Kartoffelbrei mit Fleischsauce, das ist echt lecker!

Laut aller Erfahrenswerte aus den diversen Foren hat man dann 6 Monate Schonkost auf dem Teller...Ok, Kartoffelsuppe, Kartoffelbreit, Spinat, Karottenstampes....und dann hört meine Phantasie auf. Also nichts Obst, nichts Fleisch für ein gestandenes Weib (außer Hackfleisch)...da wird mir einiges fehlen.

Tja, was sein muss, muss sein. Es führt kein Weg daran vorbei.

Und dann kann ich endlich wieder in 4 Wochen in die Chemo, die seit Ende Januar ausgesetzt ist. Mal gespannt was meine Hugonotten in ihrer Zwangspause alles angestellt haben. Davor habe ich riesengroßen Bammel.

Aber, ist halt so. Mein Chemo-Doc wird hoffentlich alles wieder richten können..hoffentlich, ich hab noch so viel vor die kommenden Monate und Jahre!

In diesem Sinne bis in ca. einer Woche live aus dem Krankenhaus.

Dass Ihr mir brav bleibt, wenn ich nicht hier auf euch aufpassen kann, weil ich entweder in der Narkose schlummere oder meinen Rausch ausschlafe.

In diesem Sinne

Grüß Euch ganz lieb.

Montag, 19. März 2018

GEDULD.........ich hasse dieses Wort

Was war los die letzten Wochen. Alles im Telegrammstil nachfolgend.

Ab Weihnachten Theater mit Fiffi und den Nieren. Der Fiffi hat alles flüssige für sich beannsprucht, die Nieren waren ihm schnuppe.
Folge: Blasenentzüdung und Fiffi mit Loperamid ruhig gestellt

dann mal so nebenbei einen Darmverschluss, 3 Tage Krankenhaus mit fröhlichen Wiedersehen "meiner" Station, den guten Ratschlag, die Rückverlegung zu machen, weil meine Bauchdecke nicht richtig mitspielt. Ach, ins Krankenhaus kam ich im Sani-Wagen mit Tatütata......wieder was zum Abhaken auf meiner Lebens-To-Do-Liste.

Der Oberhammer kam dann 2 Tage nach der Entlassung, ich hätte den Noro-Virus. Ergebnis: Chemo komplett ausgesetzt, Gesundheitsamt auch auf dem Plan, dann eine Kontrolluntersuchung durch meine Hausärztin und ihr Kommentar "Fehlalarm".

Um den Bock noch toller zu machen, meinte ich noch was von meiner Lebens-To-Do-Liste streichen zu müssen. Frau stolperte - PNP lässt grüßen - und plumps lag sie mitten in der Fussgängerzone. Die tollen Bemerkungen von den Passanten muss man mal erlebt haben. Meine Begleitung hat mich dann regelrecht huckepack wieder auf die Füße gestellt - Dank sei seinem Fitnesstraining - und dann kamen die Schmerzen. Ich und Arzt, nö, muss nicht sein. meine PhysioTante hat dann alles durchprobiert. Zerrung massiv im rechten Unterarm. Super, Nähen Null die ersten Tage, jetzt hab ich Tricks. Eine Flasche aufmachen? Super, auch da habe ich inzwischen Tricks. Aber langwierig und mit GEDULD verbunden.

Nun durchgerungen zur Rückverlagerung. Beckenbodengymnastik gehört nun zu meinem Tagesprogramm. Hausärztin alles dem Krankenhaus mitgeteilt und WAS sagen die: Jo, Sie macchen sich nun mal einen großen Einlauf in den Poppes, wenn Sie das 8-10 Minuten halten können unter ZEUGEN (meine arme Schwiegertochter!), dann sprechen wir uns wieder. Aber vor Ostern wird das nichts. GEDULD........zum ko....! Wo ich schon meinen Koffer gepackt habe (komme mir mit dem Koffer vor wie kurz vor der Niederkunft), seelisch auf kurzfristige Inkontinenz eingestellt (hier trudeln Proben von allen "Windel" -Herstellern ein, was es nicht alles gibt)..und nun so eine Absage..........GEDULD, das Wort hasse ich nun mal.

So, genug gepienzt, da muss ich nun mal durch....kommen wieder bessere Zeiten.

In diesem Sinne Eure

Patricia, die Ungeduldige!

Mittwoch, 31. Januar 2018

oh, je, schon wieder ein Monat vorbei...

die Zeit rast, und ich weiß nicht einmal wohin.

Mir geht es zur Zeit "saugut", meine Kräfte kommen durch eine tolle Physiotherapeutin wieder zurück, selbst meine Atmung hat begonnen, wieder tief in den Bauch zu atmen. Was man so alles "vergisst".?!

Noch zwei Touren Chemo, dann kommt wieder das bekannte Staging (Inventur in meinem Körper...), und dann eine Pause, weil....die nächste Baustelle - mein Zahnarzt mal ans Werk muss. Nett, gelle?

Und  bald kann ich zweijähriges Feiern mit meinem Fiffi und den Hugonotten. Im Februar 2016 hatte ich nicht gedacht, dass ich soweit komme, und ich genieße jede Zeit seitdem.

Tolle Leute - gerade heute wieder - habe ich kennengelernt, die mich als Person sehen und nicht als Krankheitsbild. Frühere Freunde sind wieder in mein Leben getreten, komplett zwanglos und ehrlich

Eine tolle neue Hausärztin kennengelernt, die auch - käme der Tag XY - Hausbesuche macht. Wer macht das heute schon? Eine Person, bei der die Chemie gleich stimmte, so habe ich zwei gute Ärzte an meiner Seite für meinen weiteren Lebensweg. Tut gut und ist auch psychisch eine tolle Sache.

Die Flitterwöchner sind inzwischen aus dem Urlaub zurück, Alltag tritt ein, aber es ist ein guter und freudiger Alltag.

Warum ist es so schwer für manche Menschen, einfach nur gut zu dem Gegenüber zu sein, ohne Neid, einfach nur Freude und Anerkennung, für das, wie derjenige sein Leben gestaltet? Das geht mir immer wieder durch den Kopf.

Mehr kann ich Euch momentan nicht berichten, alles nimmt seinen Lauf und der Lauf ist gut. Wenn nun bald der Frühling kommt, dann geht es endlich wieder an die frische Luft, nicht nur Regen, Wind und ungemütlich.

In diesem Sinne wünsche ich Euch allen eine gute Zeit und seid lieb zueinander.

Eure

Patricia

Sonntag, 31. Dezember 2017

ADJEU 2017

noch ein paar Stunden, eine tolle Party, auf die ich mich sehr freue, und 2017 gehört der Vergangenheit an.

Was passierte so in 2017, was ich nicht gebloggt habe?

Nun, die letzten Tagen hat sich ein "alter" Freund wieder gemeldet, der sich immer mal sporadisch meldet, und ich doch weiß, wenn es hart auf hart kommt, ist er da.

Eine Freundin musste einsehen, dass sie nicht unbedingt der "Nabel der Welt" ist und mir nicht gut tat, so verließ sie mich. Sie konnte nicht verstehen, dass sie ihr Leben noch nicht in einer Einbahnstraße ist und ihr alles offen steht, im Gegensatz zu meiner Person. Schade, aber im Nachhinein tut es mir gut.

Ja, brutal, aber wie sagte mein Sohne vor einiger Zeit...Mama, keiner war bislang gewohnt, dass du den Mund aufmachst und deine Meinung, deine Kritik, deine Ansichten fest verteidigst und nur bedingt einlenkst. Du weißt, du lebst keine 10 Jahre mehr und musst dann auch mit dem Gegenüber keine Zeit über diesen 10 Jahren auskommen. Und die, die richtig Freund sind, verstehen dich sowieso".

Tja, er hat Recht.

Aber mein Stamm von Freunden ist einfach dagewesen, auch wenn ich es ihnen ab und an schwer mache, wenn ich innerlich zerrissen bin von allen Ereignissen, und dies auch nicht mit anderen teilen will, was mich bewegt. Soviel geht durch meinen Kopf, aber das wird jedem so ergehen, der in einer ähnlichen Lage wie ich bin.

2018 ...was soll es MIR bringen...

Gute Fortschritte in meiner Gesundheit, Stabilität würde mir schon genügen.

Tolle Treffen mit meinen Freunden, anregende Gespräche bei gutem Essen und gutem Wein, mehr will ich gar nicht.

Die Wünsche werden von Jahr zu Jahr weniger und intensiver, meiner Ansicht nach nicht nur weil ich nicht gesund bin, sondern weil man im Alter andere Wichtigkeiten für sich findet. Oder?

Ich wünsche Euch alles, was Euch gut tut, das wisst nur Ihr selbst. Verbiegt Euch nicht, geht ab und an in Euch und reflektiert. Ihr werdet merken, das tut Euch gut. Bestimmt

In diesem Sinne...

Eure Patricia

Dienstag, 12. Dezember 2017

Sex DES Alters...(nichts Unanständiges)

NEIN, ich bin auf keinem Trip........

Aber seid doch mal ehrlich, so ab 50 wird auch der Sex weniger, unsere Figuren haben alle eine Tendenz Richtung Erdanziehung, Plisseefalten sind inzwischen salonfähig..........oder ist das bei Euch anders?

Also was muss mann/frau sich suchen? Einen Ersatz...

Und da hat mir ein lieber Freund bzw. dessen Frau eine Vorlage gegeben....

wir - drei Mädels - waren Sushi-Essen, Supertolle Sache..und im Gespräch erfuhren die beiden dann, dass ich eine Woche vor Hummer essen war, und eine Woche später bei einem Wine-Tasting mit tollen Essen und eine Woche bei einem Event bei einem Feinkost-Italiener.

Meinte die eine blonde Schönheit kurz und knackig....

...wie sagt mein M...immer, das ist der Sex des Alters!.......

und RECHT hat sie, welchen ehrlicheren Genuss kann man haben als bei jedem Essen mit guten Weinen?

Andere Vorschläge?

So, jetzt kommt der 3. Advent...kommende Woche nur ein kurzes Statement hier, denn WIR heiraten (mein Ältester) und Heilig-Abend isst dann auch mal, so mit Truthahn und so, und dann war da noch ein Raqulette-Essen mit Familie...Also ich hab genug Sex!!!

Grüß Euch!

Gemeinsamkeiten mit einer SCHIEFEN STECKDOSENABDECKUNG

Nein, meine Leser, ich bin nicht im Delirium, habe weder gesoffen noch was geraucht, aber...ich fühle mich wie eine Steckdose...

Tja, also dass diese Bronchoskopie schief gelaufen ist, habt Ihr gelesen, aber der Oberhammer kommt nun........

Ca. 10 Tage nach dem Chaos rief mich das Klinikum wieder an, eine nette Damen an sich, die nur ihren Job macht.

...Sie wolle mit mir einen Termin ausmachen...ÄHM, für was....der Oberarzt hat angeordnet, dass Sie nächste Woche nochmals eine Bronchoskopie gemacht bekommen.............WER hat angeordnet?...(in Gedanken, dieser Hampelmann??)...der OA Dr. XY......ich dann...

Liebe Gute Frau, SIE können für nichts, aber richten Sie ihrem OA aus, ICH BIN KEINE SCHIEFE ABDECKUNG EINER STECKDOSE, die man bei einer Hausabnahme als Mangel bezeichnen kann und dann eine Frist setzt nur Nachbesserung. Und wenn er das nicht begreift, soll er mal seinen Prof.Dr. Dr. Chef fragen, was das soll. ICH werde IHR Haus nicht mehr betreten, bzw. nur noch, wenn es mir richtig beschissen geht, und DIESES KLINIKUM das einzige freie Bett in ganz Rheinland-Pfalz hat...Ende der Durchsage...

Die Frau tat mir leid, aber das musste sein.

Mein ChemoDoc dann informiert, der nur den Kopf geschüttelt und gemeint, Nix da, das läuft so nicht ab. Wir machen nun Plan B ohne das Klinikum.

Was heißt

Chemo intravenös und oral.......TABLETTEN so was von groß, da bin ich schon satt, bevor ich was esse...aber dat muss nun sein, und damit BASTA

Dienstag, 7. November 2017

Das Neueste ...warum ich wirklich die A...Karte gezogen habe...

also darüber zu toben, zu heulen oder jemanden umzubringen, muss ich mir noch überlegen. Auch die Reihenfolge.

Also ich heute pünktlich um 9.00 h bei meinem Lieblings-Doc, der natürlich genauso pünktlich. Mich reingebeten, die üblichen netten Nachfragen wie es mir so ginge, ich dann auch einen überschaubaren Rapport abgeliefert über meine Erlebnisse im KLINIKUM. Dann er...Brille auf der Nase ...Stirn runzeln......

...Frau Glatz-Kuhn, Sie werden es nicht glauben, ich habe alles Mögliche vom Klinikum, ABER keinen Befund. Mein Anruf gerade eben dort war heftig, aber telefonisch machen die mal schon gar nichts. Ich darf Sie bitten, noch ein wenig in meinem warmen Wartezimmer Platz zu nehmen, wenn der Wisch da ist, kommen Sie sofort wieder zu mir......

Ok. also ab wieder auf Los, keine 4.000 Euro einstreichen. Die komischen Blicke von den dort Anwesenden waren wieder bilderbuchreif.

Nach so knapp 45 Minuten wurde ich wieder aufrufen, und dann ging es nun endlich zur Sache...

....Die Leser nehmen sich bitte nun einen Cognac oder einen Schnaps oder sonst was HARTES, es wird gebraucht.......

Auf dem Tisch lag ein beschriebenes DINA 4 Blatt mit dem Briefkopf des Prof.Dr.Dr. des Klinikums.
Mein Name war auf dem Betreff...soweit konnte ich noch rückwärts ohne Brille lesen...

Dann mein Lieblings-Doc:

Also, Frau Glatz-Kuhn, ich weiß nicht, wie ich es sagen soll ----hopp,raus mit der Sprache ...drucks......Der Befund ist negativ, die Proben haben nichts, rein gar nichts.......

....Doch toll?? Aber was sind dann diese komischen großen Teile? CTBilder nicht sauber??

.....Nö, Ihnen wurde bei der Bronchoskopie Gewebe entnommen ABER aus dem gesunden Lungengewebe..........

...WAS WIE BITTE, DIE hatten doch einen ganz genauen Auftrag zu erledigen? WIE ist das denn?? DAs ist ja, wie wenn ich mein Auto in die WErkstatt bringe, sollen die Winterreifen draufmachen und die machen mir einen neuen Motor rein??

WO WAR ICH DA? DAS HAT DOCH SOGAR EIN OBERAZRT GEMACHT UND KEIN FRISCHLING???????


Tja, mein LieblingsDoc war auch erschüttert, auf das Ergebnis hätte er auch kommen können. Dafür hat er mich ja zum Fachmann geschickt, der das jeden Tag zig Mal macht. Er hatte auch lückenlos alles CT-Aufnahmen von einem Jahr, also das war komplett ein Griff in die Kloschüssel.

Nun vertrauen wir dem ersten Lungenfacharzt (der jedoch nur für OPs zuständig ist), dass es wahrscheinlich die gleiche Sorte von Metastasen ist, machen nun wieder Chemo im neuen Mix, ganz engmaschige CTs bzw. UltraschallUntersuchungen und warten ab.

Mein Chemo-Doc wollte zwar den Kollegen "retten" und hat mir erklärt, wie diese Untersuchung u.a. in 3D abläuft und da kann es schnell passieren, dass man daneben greift, aber so restlos hast uns beide das nicht überzeugt.


Also in DAS KLINIKUM bringen mich keine 10'Pferde mehr, dann muss ich halt über den Rhein fahren.

Samstag, 4. November 2017

KREBS............heilbar und wie!!!!!!!

Ja, Leute, ich werde meinen Krebs auffressen, und zwar mit Haut und Haaren, naja, inkl. Schale und was sonst noch

ICH werde dem den Garaus machen und Leute, das für dicke 100 Euro...

Wie das geht? Mensch, Leute, seid mal ein wenig einfallsreicher, ich mach das nun wie folgt. Ihr könnt es gerne nachmachen!!


Also ich habe gerade Freundin Nr. 1 angewhatsappt, ob sie mitr mir den Krebs auffressen will
Das Weib mag so was nicht

Freundin Nr. 2 brauchte ich gar nicht fragen, die isst noch nicht einmal Fischstäbchen.

Sohn Nr. 1 der isst zwar so den einen oder anderen Fisch, aber Krebs "Was der Bauer nicht kennt, frisst er nicht"...

Sohn Nr. 2, das war mir nun zu umständlich

Mann Nr. 1 haben wir nicht, der hat andere Verpflichtungen mit Frau Nr. 2

Also Freundin Nr. 3 angebatscht, die muss zwar 90 Kilometer fahren, aber deren JAaaaaaaaaaaaaaa war eindeutig.

Also werden wir nun, meine jüngste Freundin Anna und ich Ende des Monats zu meinem Lieblingsitaliener fahren und uns bei einem Krebs-Dinner verwöhnen lassen.

WAS SAGE ICH KREBS..............ne, das Teil heißt Hummer, aber ist auch rot, kommt lebendig ins heiße Wasser (muss also für meinen Ärger mit seinem "Bruder" büßen), lebt auch im Wasser und schmeckt einfach nur oberhammermäßig gut.

MAN GÖNNT SICH JA SONST NICHTS....



Also, Spaß bei Seite, wir gehen Hummer essen, und den Krebs in mir lachen wir mal aus, weil ich momentan nur blöde Sachen mache, die ich mein ganzes Leben noch nicht gemacht habe!

Was will ich Euch da draußen sagen.

LEBT und zwar HEUTE und nicht morgen und übermorgen oder nächsten Monat. Es kann sofort und gleich vorüber sein, mit Krebs, ohne Krebs, egal. Ich habe es auch zu spät begriffen, aber ich lerne dazu:

a) diese Woche spontan ein sündhaft teures Parfum gekauft

b) am normalen Werktag einfach im Cafe gesessen und Torte schnabuliert (und hinterher war mir schlecht, da hab ich mir beim Truthahn bestellen für den 24.12. schnell ein Stück Wienerle geben lassen)

c) seit Ewigkeiten wieder einmal durch eine Bücherei gebummelt und mal geschaut, was abläuft

d) in meinem Lieblingsblumenladen (den ich mir so selten bis gar nicht gönne) reingelunst (und meinem Sohn abends erzählt, er könne da mal in den Laden gehen, und einmal alles durchkaufen für mich)

e) mich für das HummerEssen angemeldet...FREU

Und ich bin rundherum zufrieden und ganz locker, was am kommenden Dienstag in einem Gespräch mit meinen Onko-Lieblings-Doc herauskommt. Es gibt sowieso nur zwei Pläne entweder gleich und sofort Chemo Nr. 4 oder sofort und gleich Chemo Nr. 4. Also Mütze auf, nein Krönchen, und ab durch die Mitte!!



Dienstag, 31. Oktober 2017

Teil 05 - Verpflegung

Vorweg gesagt, mir ist 100 % klar, dass eine gesundheitliche Einrichtung nicht mit einem 5-Sterne-Hotel zu vergleichen ist, sowohl im Service = Krankenschwestern etc. wie auch nicht im gastronomischen Bereich = Essen. ABER, das was ich in dem Klinikum erlebt habe im gastronomischen Bereich, ist  schon im Niveau  Minus 1 Stern. Das hiesige KRANKENHAUS ist da dann nahe beim 5-Sterne-Restaurant.

Also ich vergleiche zwischen Klinikum und hiesigem Krankenhaus. Beide haben die gleichen Startbedingungen, nämlich mehr als 200 Mäuler auf einmal zu verköstigen, auf diverse unterschiedliche Bedürfnisse einzugehen (Schonkost etc.), dann soll alles heiß auf den Tisch bzw. ans Bett, beide haben m.E. die gleichen Budget = von der Krankenkasse Verpflegungskosten, und ich vergleiche nicht Kassenpatient mit Privatpatient (wobei ich von Privatpatienten weiß, dass es im Klinikum nicht anders ist, wie das was ich nachfolgendes berichte:

Klinikum: wirbt in einem Prospekt von Küche, in der mit FRISCHEN Produkten gearbeitet wird und und und
Krankenhaus: wirbt gar nicht (braucht es auch nicht)


Das, was jeder Kochlehrling am ersten Tag seiner Ausbildung zu hören bekommt "Das Auge isst mit"...
Klinikum: so Eyecatcher wie ein Zupfen Peterle oder einen Schnitz Tomaten - kennt man nicht
Krankenhaus: das gab es überall dazu, ob beim Frühstücksscheibenkäse oder beim Abendessen oder beim Mittagessen

Brötchen/Brot
Klinikum: vom ortsansässigen "Bäcker", der mit zig Niederlassungen die Region bestückt. Die Brötchen sind Brötchen. Das innere des Brötchen eignet sich super zu Kugelproduktion. Brot war gut.

Krankenhaus: vom ortsansässigen BÄCKER, der noch backen tut (was für ein Satzbau), der so gut ist, dass man immer dort anstehen muss, und an Samstagen die Schlage zwei Häuser weitergeht, der keine Niederlassung hat, nur sich selbst, der den Teig noch selbst anrührt und - was ja nicht üblich ist - nicht nur Brot backen kann, sondern auch noch Kuchen. Die NEustadter Leser wissen sofort, wer gemeint ist. Ein Familienunternehmen in der gefühlten 5. oder 6. Generation, also 3 kenne ich mal schon, Das ist hier im Krankenhaus der Lieferant für alles was mit Brötchen, Brot und - für die Privaten - Kuchenteilchen zuständig ist. Brötchen und Brot sehr gut, einfach nur sehr sehr gut.
Im Krankenhaus konnte man auch im Vorfeld wählen zwischen Vollkorn, normalem Brötchen, mit Körner etc.

Frühstück
Klinikum: Tablett, TEller, darauf  lieblos 2 Marmeladenbehälterchen, 1 Quarkbehälterchen, 2 Stückchen Bütterchen, eingewickelt
in einer Folie 2 Brötchen,
Tee und Kaffee konnte man sich auf dem Gang holen
(Man beachten die Endungen chen...alles sehr sehr übersichtlich!!!)

Krankenhaus: 2 Brötchen vom Bäcker!!, 2 Marmeladenbehälter, meist eine kleine Schüssel Quark oder Quarkbehälter, 2 Stücke Butter eingewickelt. dann immer 1 Joghurt (Frucht oder Natur), oft noch ein Stück Obst. Hat man Käse dazubestesllt, 2-3 Scheiben Käse mit Peterle und Tomate dekoriert. Auch bei bestellter Wurst war immer was fürs Auge da.
Reichte die Marmelade nicht, dann einfach auf den Gang, da konnte man sich nachholen (Klinikum, ist nicht)...
Oder wenn man wie ich das alles nicht essen durfte bzw. noch nicht essen durfte, sondern nur Joghurt, eine Bitte an die Schwestern, dann kam von allen Ecken noch Joghurt (die Küche an sich hat nur zwei Joghurt auf die Station pro betroffener Person reingegeben.

Fazit: Klinikum kontra Krankenhaus
Klinikum nach dem Prinzip "hingeworfenes Futter"....
Krankenhaus; da ist noch Liebe zum Detail vorhanden, bewahrt Euch das!!!!!!

Mittagessen
es kann ja nur besser werden, weil im Klinikum wird laut Prospekt FRISCH gekocht und mit FRISCHEN Zutaten, ich war gespannt
Es war ein Freitag, also war Fisch angesagt. Ich vergleich auch absichtlich bei beiden Einrichtungen die Fisch- bzw. Freitage miteinander.

Klinikum: Tablett, ein Teller mit Deckel, zwei Schälen unterschiedlicher Größe da neben und von gefühlten 300 Sorten Obst eine KIWI, das ist die einzige Frucht, die ich nicht essen, weil ich sofort einen Metallgeschmack im Mund habe. Also ich auf Station, ganz lieb gefragt, ob ich die Kiwi gegen was anderes eintauschen könnte....NÖ ist nicht...DAS wäre im Krankenhaus NIE ein Problem gewesen, da immer Obst auf der Station, zur Not hätten die Schwestern aus ihrem Fundus was locker gemacht.

Neugierig Deckel vom Teller:....Patricia, ganz tief durchatmen, nicht aufregen, der Tag geht vorbei!!!...........Man sah ZWEI Brocken Brokkoli (der hatte schon bessere Tage vor seinem Blanchieren gesehen) und ein ca.10 x 8 cm großes Stück Fisch, paniert. DAS WAR ES AUF DEM TELLER, Peterle etc. kennt man in der Stadt anscheinend nicht. Dann nächste Teil inspiziert: Kartoffelsalat - ACHTUNG - AUS DEM EIMER, und zwar nicht aus DEN Eimern des nahegelegenen Catering-Betriebes, die Salate in allen Variationen machen und dann auch zum Transport in "Eimer" kommen, nein, der Kartoffelsalat war aus einem Großhändler-Regal, aber ganz ganz unten (also preislich bitte Bücken!)....und nun die Remoulade, bzw. was so was sein sollte..das war auch aus dem Eimer. Das ist ja noch zu verkraften, hätte man da noch einen Azubi drangesetzt, der Schnittlauch, Peterle und Dill kleingeschnitten untergerührt hätte, dann hätte diese Soße noch Chancen für einen Punkt gehabt...
und nebendran die Kiwi.

Der Hunger hat es hineingetrieben, sagt man.

Krankenhaus:
Es gab oft und meist eine Suppe vorweg (wenn es nicht meine heißgehassten (das ist aber pesönlich) weißen Suppen gab, waren die richtig gut, besonders die Tomatensuppe (auch wenn die bestimmt aus der Tüte kam, ABER sie hatte ein paar Streusel Peterle drauf und einen Klacks Sauerrahm)
Fisch...unterschiedlich, aber immer sehr fein, meist Salzkartoffeln, eine Prise Peterle drüber,
ein Nachtisch in Form von Pudding, Joghurt, rote Grütze etc. und/oder ein Apfel

Selbst wenn man keinen Fisch mochte und z.B. Rührei auswählte, war das echt lecker.


Abendessen:
Klinikum: Leute, es gibt Steigerungen, auch wenn man das bis hierher nicht glauben mag.
Wie immer alles ohne irgendwelches Grünzeuge oder Tomate oder Gurkenscheibe, oder mal saure Sachen oder Schälchen Rote-Beete, oder überhaupt mal einen Salat...(im Krankenhaus immer dabei, entweder hütt oder hott, da haben die nicht gespart dran)
Also Teller mit 2 Scheibchen Diätkäse - so sah er wenigstens aus
olus 2 Scheibchen Geflügelhartwurst
und ZWEI Scheiben Brot
das war es dann.
Ich dann schon kämpferisch und super gutelaunt auf den Gang und die Esssensausteiler-Schwester ironisch gefragt, ob das die Vorspeise ist, und wann der Hauptgang kommt. "Reicht Ihnen das nicht"...."Nö, von jetzt 17.00 h bis morgen früh 8.00 h reicht das nicht"....JETZT FESTHALTEN:....Wir hätten das da noch: Greift in den Wagen nach unten und holt heraus einen TEller mit 10 cm Leberwurst, 2 Scheiben Schwartenmagen, 6 Scheiben Schwarzwälder Schinken und 4 Scheiben Brot.
Ich hatte gleich getauscht und angefangen, das alles zu vertilgen. DASS AUCH JA NICHTS zurückgeht. Da war ich endlich mal satt danach, das 1. Mal.

Krankenhaus:
Brot vom Feinsten. ausreichend Wurst//Käse //Schmierkäse und und und. Tomaten, Grünzeug, Salat, Joghurt oder was anderes Süßes, hartes Ei und was auch immer .JEDEN Abend was anderes und immer schön angerichtet.


Ergebnis:
Im Klinikum verhungert man, oder man organsisiert seinen Besuch gleich mit Fresspaketen. Ich weiß nun auch, warum rund um den ganzen Trakt ein gutgehender, obwohl außen eigen aussehender Kiosk ist, ein Italiener, ein Grieche sind. Ich vermute, die haben bestimmt auch einen Bestellservice

Klinikum - Cafeteria
oder wie man das nennen sollte
Klinikeigen, genauso überschaulich und ohne Phantasie

Krankenhaus - Cafeteria
verpachtet - hat schon seinen Sinn
gute Snacks dort, Kuchen und Brot vom "obigen" Bäcker....*g*
frisch belegte Brötchen mit Grünzeug dazwischen
und diverse andere nette und leckere Sachen


Beide Einrichtungen haben m.E. das gleiche Budget der Krankenkassen zur Verfügung.

Klinikum "kocht" in der eigenen Küche - so der Prospekt

Krankenhaus nach meiner Info (hoffentlich stimmt das) kocht seit Jahren nur noch solche "Kleinigkeiten" wie Suppe, oder spezielle Schonkost, der Rest kommt vom gleichen Caterer, der auch die Lufthansa beliefert.

Also es geht doch, wenn man "will"

Ich bin der Meinung, dass man als kranker Mensch auch ein Recht hat auf ordentliches, nett angerichtetes Essen. Das gehört bei mir auch zur Erhaltung und zur Reaktivierung von Lebenskraft und -wille,
Im Klinikum hätte ich keine weiteren Tage überstanden, ich wäre depressiv geworden.
Im Krankenhaus gab es immer mal von einer Schwester einen kurzen Stopp in den Zimmern, ein kurzer Schwatz, mal ein Lachen oder was auch immer, mal aufmunternde Worte. Im Klinikum kam ich mir von Anfang an vor wie eine Ware, die das Fließband ablaufen muss.

Es wäre wirklich zu empfehlen, dass man in diese Einrichtungen sich mal selbst inkognito auf eine Station legt und ein paar Tage mitmacht, um zu sehen, wo die Betriebsblindheit gerade voll ausbricht.

Und an das hiesige Krankenhaus: Macht weiter so, auch wenn immer welche über Euch meckern, ich kenne inzwischen sehr viele, die Euch einfach toll finden. Dass mal ein Mitarbeiter oder Arzt auf der Reihe tritt, ist überall der Fall, was soll's...und ich bin froh, wenn meine letzten Tage irgendwann anbrechen, dass ich dann auf die Palliativ-Station hier am Ort darf und nicht lieblos irgendwo im Klinikum liege. Denn auch diese Station hier am Ort hat einen sehr guten Ruf, Jeder, der jemanden hatte, und dort seinen letzten Weg antrat, hat sich als Angehöriger schon gut aufgehoben gewusst. Somit ist das für den Patienten auch so gewesen.


In diesem Sinne verabschiede ich mich nun mal ein paar Tage, Ihr habt ja genug zum Lesen.

Ich werde die nächsten Tage mal wieder meinen Haushalt auf die Reihe bekommen, einen Termin bei meinem Chemo-Lieblings-Doc machen, der Pathologe sollte seine Ergebnisse geschickt haben, und dann sehen wir weiter.

Bis denne und bleibt schön brav!!!





TEil 04 - Nachtruhe

Also, ich weiß sehr wohl, dass ich in einem Klinikum war und das kein 5-Sterne-Hotel ist oder war, und dass es zuhause sowieso viel schöner ist, aber so manche Sachen sind doch krass.

Nachtruhe - das Wort auseinandergenommen bedeutet RUHE in der NACHT, oder?

Gut, meine Nacht begann früher, da trotz einer Betriebsanleitung es mir nicht gelungen war, den TV oder das Radio anzustellen, aber was soll es...

So schlief ich schon vor lauter Erschöpfung gegen 20.00 h ein.

Kurzer Texteinschub.......

Ich lag auf einer Station, die irgendwann mal gebaut wurde, und alle anderen Häuser drangepappt wurden. Auf "meiner" Station gibt es keine Toiletten auf dem Zimmer, nein, die sind auf dem Gang, die teilt man sich dann mit der ganzen Station (kein Kopfkino anstellen, meines reicht komplett aus, ich brauche Eures nicht noch dazu).

Ok, bei einer Übernachtung kann man das Thema auch noch verkraften.

ABER auf der Station liegen lauter Mitmenschen, die irgendwelche Geräte mit irgendwelchen Akustikteilen bei sich stehen haben und ZENTRAL-Monitore im Schwesternzimmer ist nicht. ALSO, wie behilft man sich?? Ganz einfach...Zimmertüren weit auf lassen, dann hörte die ganze Station die Piepserlein.

Also ich erschöpft eingeschlafen mit OFFENER Tür und im Hintergrund dann von allen Seiten "düdeldüde" oder didadidadiadadoooooo oder tufffffffff,tuffftuffffffffff....Es wurden alle Möglichkeiten und Stärken mir im Schlaf um die Ohren gehauen.
Super, ich schaffte es dann bis kurz vor 1.00 h zu schlafen mit den Hintergrundgeräuschen.

Um 1.00 bin ich dann mal auf die Toilette und dann wieder ab in mein Zimmer, und dann mal gleich MEINE Tür mit Schmackes zugepatscht, damit auch jeder mitbekommt, ich will meine Ruhe.

Ich hatte nämlich noch die Vergünstigung, mein Zimmer direkt gegenüber dem Schwesternzimmer und dem Aufenthaltsraum der Schwestern zu haben. Und die guten Damen kannten so was wie "Stimme senken" in der Nacht schon mal nicht. Ich bin über alle möglichen und unmöglichen Dinge informiert, ob ich wollte oder nicht.
Auch die Schichtübergabe wurde dort abgehalten, schön in lauter und klarer Stimme, ich kann die Krankenakten von jedem fast auswendig, inkl. Dinge, die einfach mehr als Privatsphäre sind.

Irgendwie hab ich es dann geschafft, diese Nacht herumzubringen. Ich weiß nur, das nächste Mal in diesem Klinikum hab ich Ohropax mitzunehmen.

Und dann kam um 8.00 h schon das Frühstück............ABER das gibt es erst im nächsten Teil...

Montag, 30. Oktober 2017

Teil 03 - Die eigentliche Untersuchung

So, nun wird es auf den ersten Blick ein wenig wirr, aber dann einfach zweimal lesen.

Also Freitagmorgen hat mich Sohnemann um 8.05 h im Klinikum auf der Station abgeliefert.

Der junge Arzt war auch schon anwesend, dieser hat mir dann noch einen Kanüle gesetzt. Soweit so gut.

Dann bekam ich wieder meine obligatorische Mappe mit einen Zettel, wo ich nun hinsollte zur Untersuchung. Ach, wenn noch nicht erwähnt, mir sollte eine Bronchoskopie gemacht werden, weil auf meiner Lunge so Teile neu herumwachsen, die wir nun genauer kennenlernen wollten.

Meine Übernachtungstasche durfte ich im Schwesternzimmer stehen lassen, weil mein Zimmer noch nicht fertig war.

Auf die Frage, ob ich nicht einen Schlafanzug anziehen sollte, wurde mir gesagt...Nein, Sie können in Ihren Kleidern (lange Hose, Schuhe, weiße Bluse, rote Steppjacke) zur Untersuchung gehen..."...Gesagt getan, man ist ja gehorsam. WÄRE ICH ES NUR NICHT GEWESEN!!!!!!!

Also ab in den Stock XY mit meiner Mappe und mich dort vorgestellt....Möchte noch was warten (Warum warten, wenn es hieß, man warte bereits auf mich???)...

Dann durfte ich mich mit voller Montur - ohne Jacke!!!! - auf einen Liege legen, bekam dann einige Drähte etc. angeschlossen und es hieß wieder warten, weil der gute Oberarzt noch beschäftigt war mit telefonieren. Die leichte Betäubung durch Spray im Mundraum ließ nach, ok, dann halt mal drei Sprayer auf die Zunge und man ist dort wieder betäubt. DAS Thema haben wir dann noch dreimal gemacht, bis ENDLICH um 9.45 h kam dann ein Arzt, mit Vorstellung hatte er es nicht, guckte mich kurz an und meinte, dann "spritzen Sie xy und so weiter"...ich war dann mal weg.............

AUFPASSEN, es wird nun richtig spannend

Nach einem Blick auf die Uhr stellte ich fest, ich war nach 20 Minuten wieder unter den Hellwachen. Und zwar SO hellwach, dass ich irritiert war...feucht im Rückenbereich...feucht an den Oberschenkel, ...feucht zwischen den Beinen....feucht die ganze Liege oder besser gesagt Nass........Ich hatte komplett eingenässt.

LOGISCH, keiner hatte mir gesagt, ich möge die Blase vor der Untersuchung nochmals leeren
LOGISCH, ich im Dämmerschlaf nichts mitbekommend bei jeder hin und her Gegucke in meiner Lunge eine Reizung = Husten
LOGISCH, die Blase macht sich dann selbständig

Mir oberpeinlich hoch drei, stammelte was..... .meinte die gute Schwester, das ist normal, da bräuchte ich mir keine Sorgen machen.

HALLO, warum sagt einem das niemand vorher? Dann hätte ich vorgesorgt mit einer Einlage? und hat IRGENDJEMAND an meinen Fiffi und die Bauchdecke gedacht, die ich beim Husten, wenn man wach ist, auch immer unterstütze??

Alle meine Klamotten waren pitschnass und ich natürlich auch, ich bekam dann einen Rollstuhl, eine Einlage unter den Poppes und ab auf die Station.

Das war es dann?????

NEIN...
Dort wurde ich hingefahren, mein Zimmer war um 10.30 h immer noch nicht fertig, ich wartete dann in nassen Klamotten auf dem Flur, dass das Zimmer endlich fertig war, Ich hatte kalt trotz Decke und irgendwie kam ich mir selten dämlich vor so mit nassen Hosen und und und.

Leute, ich hab schon viel erlebt, ich habe auch erleben müssen, dass man mich wäscht wie ein kleines Kind nach der OP, aber dieses Thema war die Steigerung von allem.

So, nun kommt dann Teil = 04 Zimmerservice und Nachtruhe, das wird eine Leserin namens Heike ausflippen, die war schon am ausflippen bei der  nächtlichen Geräuschqeuelle im hiesigen Krankenhaus...nur nach dem Lesen meiner Geschichte wird sie zugeben, dass bei ihr dann totenstill war....Ich sag nur bing-bing-bing-bong............oder düüü,düüüüüü, düüü, düü......oder so andere Piepser

Sonntag, 29. Oktober 2017

Einrücken in Etappen - Teil 02

Leute, alle Asterix und Obelix-Filmchen angeschaut?

Dann ist ja gut. Bei nachfolgendem sind Ähnlichkeiten nicht beabsichtigt, aber leider wirklich sehr nahe an der Wahrheit.

Also mein jüngster Sohn hat sich bereit erklärt, mich zum normalen Einchecken bzw. zu den Voruntersuchungen in nahe gelegenen KLINIKUM (nicht im hiesigen KRANKENHAUS) zu begleiten (schön unterscheiden beim Lesen zwischen Klinikum und Krankenhaus, gelle)....

Also wir da nach erfolgreicher Parkplatzsuche - und immer schön zwischen den Zeilen meinen gewissen Sarkasmus mitlesen - sind wir dann mal zum InfoStand. Dort wurde uns sehr nett erklärt, man möge bitte in Nümmerchen ziehen (Der Nummernkasten unterscheidet durch Knopfdruck zwischen normalen Menschen, Gehbehinderten normalen Menschen und normalen Menschen mit Fahrzeugen (= Rollis und so)...und wir sind alle normal!!!...also ich so ganz normal gedrückt und meine Nr. 37 gezogen, Man setze sich hin und warte, wie beim Anmelden eines Autos oder so...

Es ging recht fix, aber richtig fix dort und dann ab auf die Station XY in Stockwerk 2, in Haus A....ok, das war gerade noch leicht zu finden, hat schon Vorteile, einen Sohn dabei zu haben, der halbwegs den Orientierungssinn in den kommenden Stunden nicht verloren hat.

Große Begrüßung bei der dortigen Anmeldung, ein paar Zettel abgeliefert, dafür ein Namensbändchen erhalten (wir auf der Neugeborenenstation) und eine schwarze Mappe und vorne drauf....................meine weiteren Stationen, wo ich was erledigen sollte.

Zuerst Haus B, Stock 4, Zimmer 9 (also die künftigen Angaben nicht nachvollziehen, die sind hier nun erfunden, aber sie stellen darf, was da abläuft)...EKG...super...dann nächster Zettel......Haus C, Stock 2, Zimmer XY....Labor...gefühlte 10 Liter Blut abgegeben.....dann nächsten Zettel.......Haus A, 1. Stock, Zimmer AB....Echo-Doppler..........

so, nun war alles durch, also wieder zum Ausgangspunkt = eigentliche Station...

DIE waren schon fleißig und haben die nächsten Zettel ausgedruckt...........also ab (die Angabe von allen möglichen Etagen und Häusern überspringen wir nun mal, aber es ging rauf und runter, rüber und nüber, rechts und links

es standen dann noch an

LUFO = Luingenfunktionstest
Röntgen
Fragebogen XY ausfüllen
sollte ich was vergessen haben...also von EEK und EKG und Labor und LUFO, Doppler, Röntgen, wir haben nur übersprungen die Entbindungsstation, die Intensivstation, die Küche, die Wäscherei, die Spenderabteilung, Urologie und so auch....aber ansonsten ist irgendwie gefühlt alles dabei gewesen.

Irgendwann waren wir wieder am Ausgangspunkt, 11.56 h, zum Arztgespräch..............und was soll ich Euch sagen, der gute Knabe (der war noch so jung, der lief bei mir eher unter Zivi, wuschelige Frisur, so wie wenn er geraade aus dem Bette gesprungen wäre) war gerade bei Tisch und danach zum Oberärzte-Meeting. Kommt erst um 13.00 h zurück..........

Also wieder zurück zum Ausgang und die Cafeteria besucht, und was gegessen (was es überhaupt gab. Schnitzelbrötchen aus, Frikadellen Brötchen aus, noch zu haben Brötchen mit Fleischkäse oder Fleischkäse mit Brötchen oder solch untergeordneten Dinge. Salat? nö, Kuchen - jepp. vom Großbäcker. Naja, zwei Wienerle mit einem Brötchen, das auch schon bessere Tage gesehen hatte sind durch den Hunger getilgt worden)

Um 12.55 h ab auf die Station, der gute Arzt hat uns schon erwartet...Seine  erste Frage dann "Haben Sie einen Arztbericht"....Für was?....ajja, damit wir wissen, mit was wir es zu tun haben........ähm. ich war vor 5 Tagen bei Dr. XY...der weiß alles und hat alles....SUPER, aber der hat nichts in den PC geschrieben....(zum Glück hatte ich CDs von CTs der letzten 12 Monate dabei....Ja und jetzt.............komm junger Mann, wir setzen uns, sie schreiben, ich erzähle........

Es blieb ihm nichts anderes übrig, denn mein Lieblings-Onko-Doc war nicht erreichbar und wie meinte der junge Arzt "Ist ja schön, wenn beide Kollegen die papierlose Kommunikation toll finden, ABER ein wenig in den PC schreiben sollten sie schon"...Meine Antwort: Das sagen Sie denen aber bitte selbst.

ABER ich bin ja kommunikativ....der Arzt war dann nur am Aufschreiben, ich kam jeder Frage zuvor, man kennt ja das ganze Procedere bereits..........

Er war glücklich, und ich war dann endlich nach 2 Unterschriften fertig....den eigentlichen Arztbericht von Fachmann zu Fachmann bekam er dann noch bis Freitag-Morgen...*g* Das stand jedoch - seine Aussage - nichts Neues drin (Hab ich doch gleich gesagt!!)

So, das war nun der Tag, um 15.00 h war ich dann fix und fertig mit meiner Welt endlich wieder zuhause.

Unterwegs bekam ich dann von meinem Jüngsten noch so die superschlauen Ratschläge, wie man abnimmt, wenn das Lungenvolumen ein wenig - laut dem jungen Arzt - zu wünschen übrig lässt.
Super, Sohn, du vergisst, was mir beim Abnehmen helfen würde, ist nicht gut für Fiffi
und was gut für Fiffi ist, ist nicht gut zum Abnehmen. Also gute Ratschläge für sich behalten


Das war nun Tag 01.........aber es kommt noch DICKER!!!

Bis morgen oder so!!

Samstag, 28. Oktober 2017

Gemeinsamkeiten von Obelix und Asterix und dem "nahegelegenem Klinikum - TEIL 01

Leute, meinereiner ist wieder zu Hause. Gott sei gedankt und in dieses Etablissement bringen mich keine 10 Pferde mehr oder nur mit den Füßen zuerst.

Aber schön der Reihe nach, das ganze Thema wird so wieso in mehreren Teilen hier niedergeschrieben. Auf einmal verkraftet das nämlich niemand von Euch.

Zuerst zur Einstimmung, hier bitte diesen Film anschauen und ein wenig schmunzeln...

https://www.youtube.com/watch?v=lIiUR2gV0xk

Morgen geht es hier dann weiter mit Teil 02

bis denne, man liest sich...

Dienstag, 24. Oktober 2017

Was sagt der Lungenfachmann???

.............abgesehen dass der Mann - Ende vierzig, Anfang fünfzig - ein äußerst sympathischer Mann war (naja, in meinem Alter darf man ja nur noch gucken, aber das GUCKEN machen wir dann schon richtig!!)...ist der auch kompetent. Hat sich alles von mir angehört, Bild vom CT angeschaut und gemeint....."Das ist auf alle Fälle nichts Neues, also kein neuer Tumor, das sieht man sofort........

WAAAAAAAAAAAAAASSSSSSSSSSSSSS, die Teile sehen doch alle irgendwie gleich aus.....

NÖ, bin nun aufgeklärt, ich soll das so vergleichen, wie wenn ich mit meinem Sohn frühstücke, in Neustadt, nahe dem Pfälzer Wald, und wir hören Hufgeklapper.... Was denkt man dann?...jepp, ist ein Pferd, bzw. bei uns in der Nähe sind noch Esel...Ich sag also Pferd/Esel und mein Sohn sagt, nö. LAMA....ich geh mit ihm ans Fenster und zeige ihm, Bub, nix Lama, hier Pferd/Gaul/Hüttehott...

So solle ich mir das vorstellen, wenn der LungenDoc meine schwarz-weiße Bilder sieht und sagt, das ist das nicht, das kann nur das sein.

ABER, damit wir nicht weiter grübeln und 100 % sicher sind, schlägt er eine Bronchoskopie vor...

Ich dann..."jepp, sagen Sie das bitte alles meinem Lieblings-Chemo-Doc (der liest hier leider mit, aber Mädels, der ist auch schnuggelig, gucken dürfen wir ja noch, gerade noch)...der nimmt das Telefon, macht auf Kurzwahl und so schnell konnte ich nicht denken, dass die beiden Männer miteinander quatschten...der Anfang war gut....

"...Kollege, hier sitzt Frau Glatz-Kuhn, eine sehr aufgeklärte, kommunikative und erklärende Person, und will nun, dass wir plaudern............dann kam das obligatorisch Fachgesimpel...und dann sein Vorschlag (und er wusste, wenn mein Chemo-Doc sagt, spring in den Rhein, dann mach ich das)...naja, er sagte dann, er wäre auch der Meinung wie der Kollege, wir gucken mal in die Lunge, aber entscheiden muss das natürlich meinereiner...........kurzer Blick zu mir, ich dann gleich, wenn Chef sagt, dann mache ich das...Hörer aufgelegt...Ergebnis: Gespräch + Entscheid = noch keine 8 Minuten Gespräch. das nennt man fix.

Also Leute, meinereiner rückt nun am kommenden DO kurz ein im Klinkum - was für ein großer Bunker!! - dann darf sie wieder heim, am FR dann nüchstern wieder erscheinen gleich morgens, und einmal über Nacht bleiben.

Wenn ich Glück habe, bekomme ich eine volle Mahlzeit mit, dann kann ich mal gleich die Küche des Klinikums ""Wir kochen alles frisch". testen. Ich werde berichten, ich schlüpfe dann in meinen anderen "Beruf"...Frau Rach testet Klinikküchen....*lach*

In diesem Sinne, man sieht sich hier.............