Dienstag, 7. November 2017

Das Neueste ...warum ich wirklich die A...Karte gezogen habe...

also darüber zu toben, zu heulen oder jemanden umzubringen, muss ich mir noch überlegen. Auch die Reihenfolge.

Also ich heute pünktlich um 9.00 h bei meinem Lieblings-Doc, der natürlich genauso pünktlich. Mich reingebeten, die üblichen netten Nachfragen wie es mir so ginge, ich dann auch einen überschaubaren Rapport abgeliefert über meine Erlebnisse im KLINIKUM. Dann er...Brille auf der Nase ...Stirn runzeln......

...Frau Glatz-Kuhn, Sie werden es nicht glauben, ich habe alles Mögliche vom Klinikum, ABER keinen Befund. Mein Anruf gerade eben dort war heftig, aber telefonisch machen die mal schon gar nichts. Ich darf Sie bitten, noch ein wenig in meinem warmen Wartezimmer Platz zu nehmen, wenn der Wisch da ist, kommen Sie sofort wieder zu mir......

Ok. also ab wieder auf Los, keine 4.000 Euro einstreichen. Die komischen Blicke von den dort Anwesenden waren wieder bilderbuchreif.

Nach so knapp 45 Minuten wurde ich wieder aufrufen, und dann ging es nun endlich zur Sache...

....Die Leser nehmen sich bitte nun einen Cognac oder einen Schnaps oder sonst was HARTES, es wird gebraucht.......

Auf dem Tisch lag ein beschriebenes DINA 4 Blatt mit dem Briefkopf des Prof.Dr.Dr. des Klinikums.
Mein Name war auf dem Betreff...soweit konnte ich noch rückwärts ohne Brille lesen...

Dann mein Lieblings-Doc:

Also, Frau Glatz-Kuhn, ich weiß nicht, wie ich es sagen soll ----hopp,raus mit der Sprache ...drucks......Der Befund ist negativ, die Proben haben nichts, rein gar nichts.......

....Doch toll?? Aber was sind dann diese komischen großen Teile? CTBilder nicht sauber??

.....Nö, Ihnen wurde bei der Bronchoskopie Gewebe entnommen ABER aus dem gesunden Lungengewebe..........

...WAS WIE BITTE, DIE hatten doch einen ganz genauen Auftrag zu erledigen? WIE ist das denn?? DAs ist ja, wie wenn ich mein Auto in die WErkstatt bringe, sollen die Winterreifen draufmachen und die machen mir einen neuen Motor rein??

WO WAR ICH DA? DAS HAT DOCH SOGAR EIN OBERAZRT GEMACHT UND KEIN FRISCHLING???????


Tja, mein LieblingsDoc war auch erschüttert, auf das Ergebnis hätte er auch kommen können. Dafür hat er mich ja zum Fachmann geschickt, der das jeden Tag zig Mal macht. Er hatte auch lückenlos alles CT-Aufnahmen von einem Jahr, also das war komplett ein Griff in die Kloschüssel.

Nun vertrauen wir dem ersten Lungenfacharzt (der jedoch nur für OPs zuständig ist), dass es wahrscheinlich die gleiche Sorte von Metastasen ist, machen nun wieder Chemo im neuen Mix, ganz engmaschige CTs bzw. UltraschallUntersuchungen und warten ab.

Mein Chemo-Doc wollte zwar den Kollegen "retten" und hat mir erklärt, wie diese Untersuchung u.a. in 3D abläuft und da kann es schnell passieren, dass man daneben greift, aber so restlos hast uns beide das nicht überzeugt.


Also in DAS KLINIKUM bringen mich keine 10'Pferde mehr, dann muss ich halt über den Rhein fahren.

Samstag, 4. November 2017

KREBS............heilbar und wie!!!!!!!

Ja, Leute, ich werde meinen Krebs auffressen, und zwar mit Haut und Haaren, naja, inkl. Schale und was sonst noch

ICH werde dem den Garaus machen und Leute, das für dicke 100 Euro...

Wie das geht? Mensch, Leute, seid mal ein wenig einfallsreicher, ich mach das nun wie folgt. Ihr könnt es gerne nachmachen!!


Also ich habe gerade Freundin Nr. 1 angewhatsappt, ob sie mitr mir den Krebs auffressen will
Das Weib mag so was nicht

Freundin Nr. 2 brauchte ich gar nicht fragen, die isst noch nicht einmal Fischstäbchen.

Sohn Nr. 1 der isst zwar so den einen oder anderen Fisch, aber Krebs "Was der Bauer nicht kennt, frisst er nicht"...

Sohn Nr. 2, das war mir nun zu umständlich

Mann Nr. 1 haben wir nicht, der hat andere Verpflichtungen mit Frau Nr. 2

Also Freundin Nr. 3 angebatscht, die muss zwar 90 Kilometer fahren, aber deren JAaaaaaaaaaaaaaa war eindeutig.

Also werden wir nun, meine jüngste Freundin Anna und ich Ende des Monats zu meinem Lieblingsitaliener fahren und uns bei einem Krebs-Dinner verwöhnen lassen.

WAS SAGE ICH KREBS..............ne, das Teil heißt Hummer, aber ist auch rot, kommt lebendig ins heiße Wasser (muss also für meinen Ärger mit seinem "Bruder" büßen), lebt auch im Wasser und schmeckt einfach nur oberhammermäßig gut.

MAN GÖNNT SICH JA SONST NICHTS....



Also, Spaß bei Seite, wir gehen Hummer essen, und den Krebs in mir lachen wir mal aus, weil ich momentan nur blöde Sachen mache, die ich mein ganzes Leben noch nicht gemacht habe!

Was will ich Euch da draußen sagen.

LEBT und zwar HEUTE und nicht morgen und übermorgen oder nächsten Monat. Es kann sofort und gleich vorüber sein, mit Krebs, ohne Krebs, egal. Ich habe es auch zu spät begriffen, aber ich lerne dazu:

a) diese Woche spontan ein sündhaft teures Parfum gekauft

b) am normalen Werktag einfach im Cafe gesessen und Torte schnabuliert (und hinterher war mir schlecht, da hab ich mir beim Truthahn bestellen für den 24.12. schnell ein Stück Wienerle geben lassen)

c) seit Ewigkeiten wieder einmal durch eine Bücherei gebummelt und mal geschaut, was abläuft

d) in meinem Lieblingsblumenladen (den ich mir so selten bis gar nicht gönne) reingelunst (und meinem Sohn abends erzählt, er könne da mal in den Laden gehen, und einmal alles durchkaufen für mich)

e) mich für das HummerEssen angemeldet...FREU

Und ich bin rundherum zufrieden und ganz locker, was am kommenden Dienstag in einem Gespräch mit meinen Onko-Lieblings-Doc herauskommt. Es gibt sowieso nur zwei Pläne entweder gleich und sofort Chemo Nr. 4 oder sofort und gleich Chemo Nr. 4. Also Mütze auf, nein Krönchen, und ab durch die Mitte!!



Dienstag, 31. Oktober 2017

Teil 05 - Verpflegung

Vorweg gesagt, mir ist 100 % klar, dass eine gesundheitliche Einrichtung nicht mit einem 5-Sterne-Hotel zu vergleichen ist, sowohl im Service = Krankenschwestern etc. wie auch nicht im gastronomischen Bereich = Essen. ABER, das was ich in dem Klinikum erlebt habe im gastronomischen Bereich, ist  schon im Niveau  Minus 1 Stern. Das hiesige KRANKENHAUS ist da dann nahe beim 5-Sterne-Restaurant.

Also ich vergleiche zwischen Klinikum und hiesigem Krankenhaus. Beide haben die gleichen Startbedingungen, nämlich mehr als 200 Mäuler auf einmal zu verköstigen, auf diverse unterschiedliche Bedürfnisse einzugehen (Schonkost etc.), dann soll alles heiß auf den Tisch bzw. ans Bett, beide haben m.E. die gleichen Budget = von der Krankenkasse Verpflegungskosten, und ich vergleiche nicht Kassenpatient mit Privatpatient (wobei ich von Privatpatienten weiß, dass es im Klinikum nicht anders ist, wie das was ich nachfolgendes berichte:

Klinikum: wirbt in einem Prospekt von Küche, in der mit FRISCHEN Produkten gearbeitet wird und und und
Krankenhaus: wirbt gar nicht (braucht es auch nicht)


Das, was jeder Kochlehrling am ersten Tag seiner Ausbildung zu hören bekommt "Das Auge isst mit"...
Klinikum: so Eyecatcher wie ein Zupfen Peterle oder einen Schnitz Tomaten - kennt man nicht
Krankenhaus: das gab es überall dazu, ob beim Frühstücksscheibenkäse oder beim Abendessen oder beim Mittagessen

Brötchen/Brot
Klinikum: vom ortsansässigen "Bäcker", der mit zig Niederlassungen die Region bestückt. Die Brötchen sind Brötchen. Das innere des Brötchen eignet sich super zu Kugelproduktion. Brot war gut.

Krankenhaus: vom ortsansässigen BÄCKER, der noch backen tut (was für ein Satzbau), der so gut ist, dass man immer dort anstehen muss, und an Samstagen die Schlage zwei Häuser weitergeht, der keine Niederlassung hat, nur sich selbst, der den Teig noch selbst anrührt und - was ja nicht üblich ist - nicht nur Brot backen kann, sondern auch noch Kuchen. Die NEustadter Leser wissen sofort, wer gemeint ist. Ein Familienunternehmen in der gefühlten 5. oder 6. Generation, also 3 kenne ich mal schon, Das ist hier im Krankenhaus der Lieferant für alles was mit Brötchen, Brot und - für die Privaten - Kuchenteilchen zuständig ist. Brötchen und Brot sehr gut, einfach nur sehr sehr gut.
Im Krankenhaus konnte man auch im Vorfeld wählen zwischen Vollkorn, normalem Brötchen, mit Körner etc.

Frühstück
Klinikum: Tablett, TEller, darauf  lieblos 2 Marmeladenbehälterchen, 1 Quarkbehälterchen, 2 Stückchen Bütterchen, eingewickelt
in einer Folie 2 Brötchen,
Tee und Kaffee konnte man sich auf dem Gang holen
(Man beachten die Endungen chen...alles sehr sehr übersichtlich!!!)

Krankenhaus: 2 Brötchen vom Bäcker!!, 2 Marmeladenbehälter, meist eine kleine Schüssel Quark oder Quarkbehälter, 2 Stücke Butter eingewickelt. dann immer 1 Joghurt (Frucht oder Natur), oft noch ein Stück Obst. Hat man Käse dazubestesllt, 2-3 Scheiben Käse mit Peterle und Tomate dekoriert. Auch bei bestellter Wurst war immer was fürs Auge da.
Reichte die Marmelade nicht, dann einfach auf den Gang, da konnte man sich nachholen (Klinikum, ist nicht)...
Oder wenn man wie ich das alles nicht essen durfte bzw. noch nicht essen durfte, sondern nur Joghurt, eine Bitte an die Schwestern, dann kam von allen Ecken noch Joghurt (die Küche an sich hat nur zwei Joghurt auf die Station pro betroffener Person reingegeben.

Fazit: Klinikum kontra Krankenhaus
Klinikum nach dem Prinzip "hingeworfenes Futter"....
Krankenhaus; da ist noch Liebe zum Detail vorhanden, bewahrt Euch das!!!!!!

Mittagessen
es kann ja nur besser werden, weil im Klinikum wird laut Prospekt FRISCH gekocht und mit FRISCHEN Zutaten, ich war gespannt
Es war ein Freitag, also war Fisch angesagt. Ich vergleich auch absichtlich bei beiden Einrichtungen die Fisch- bzw. Freitage miteinander.

Klinikum: Tablett, ein Teller mit Deckel, zwei Schälen unterschiedlicher Größe da neben und von gefühlten 300 Sorten Obst eine KIWI, das ist die einzige Frucht, die ich nicht essen, weil ich sofort einen Metallgeschmack im Mund habe. Also ich auf Station, ganz lieb gefragt, ob ich die Kiwi gegen was anderes eintauschen könnte....NÖ ist nicht...DAS wäre im Krankenhaus NIE ein Problem gewesen, da immer Obst auf der Station, zur Not hätten die Schwestern aus ihrem Fundus was locker gemacht.

Neugierig Deckel vom Teller:....Patricia, ganz tief durchatmen, nicht aufregen, der Tag geht vorbei!!!...........Man sah ZWEI Brocken Brokkoli (der hatte schon bessere Tage vor seinem Blanchieren gesehen) und ein ca.10 x 8 cm großes Stück Fisch, paniert. DAS WAR ES AUF DEM TELLER, Peterle etc. kennt man in der Stadt anscheinend nicht. Dann nächste Teil inspiziert: Kartoffelsalat - ACHTUNG - AUS DEM EIMER, und zwar nicht aus DEN Eimern des nahegelegenen Catering-Betriebes, die Salate in allen Variationen machen und dann auch zum Transport in "Eimer" kommen, nein, der Kartoffelsalat war aus einem Großhändler-Regal, aber ganz ganz unten (also preislich bitte Bücken!)....und nun die Remoulade, bzw. was so was sein sollte..das war auch aus dem Eimer. Das ist ja noch zu verkraften, hätte man da noch einen Azubi drangesetzt, der Schnittlauch, Peterle und Dill kleingeschnitten untergerührt hätte, dann hätte diese Soße noch Chancen für einen Punkt gehabt...
und nebendran die Kiwi.

Der Hunger hat es hineingetrieben, sagt man.

Krankenhaus:
Es gab oft und meist eine Suppe vorweg (wenn es nicht meine heißgehassten (das ist aber pesönlich) weißen Suppen gab, waren die richtig gut, besonders die Tomatensuppe (auch wenn die bestimmt aus der Tüte kam, ABER sie hatte ein paar Streusel Peterle drauf und einen Klacks Sauerrahm)
Fisch...unterschiedlich, aber immer sehr fein, meist Salzkartoffeln, eine Prise Peterle drüber,
ein Nachtisch in Form von Pudding, Joghurt, rote Grütze etc. und/oder ein Apfel

Selbst wenn man keinen Fisch mochte und z.B. Rührei auswählte, war das echt lecker.


Abendessen:
Klinikum: Leute, es gibt Steigerungen, auch wenn man das bis hierher nicht glauben mag.
Wie immer alles ohne irgendwelches Grünzeuge oder Tomate oder Gurkenscheibe, oder mal saure Sachen oder Schälchen Rote-Beete, oder überhaupt mal einen Salat...(im Krankenhaus immer dabei, entweder hütt oder hott, da haben die nicht gespart dran)
Also Teller mit 2 Scheibchen Diätkäse - so sah er wenigstens aus
olus 2 Scheibchen Geflügelhartwurst
und ZWEI Scheiben Brot
das war es dann.
Ich dann schon kämpferisch und super gutelaunt auf den Gang und die Esssensausteiler-Schwester ironisch gefragt, ob das die Vorspeise ist, und wann der Hauptgang kommt. "Reicht Ihnen das nicht"...."Nö, von jetzt 17.00 h bis morgen früh 8.00 h reicht das nicht"....JETZT FESTHALTEN:....Wir hätten das da noch: Greift in den Wagen nach unten und holt heraus einen TEller mit 10 cm Leberwurst, 2 Scheiben Schwartenmagen, 6 Scheiben Schwarzwälder Schinken und 4 Scheiben Brot.
Ich hatte gleich getauscht und angefangen, das alles zu vertilgen. DASS AUCH JA NICHTS zurückgeht. Da war ich endlich mal satt danach, das 1. Mal.

Krankenhaus:
Brot vom Feinsten. ausreichend Wurst//Käse //Schmierkäse und und und. Tomaten, Grünzeug, Salat, Joghurt oder was anderes Süßes, hartes Ei und was auch immer .JEDEN Abend was anderes und immer schön angerichtet.


Ergebnis:
Im Klinikum verhungert man, oder man organsisiert seinen Besuch gleich mit Fresspaketen. Ich weiß nun auch, warum rund um den ganzen Trakt ein gutgehender, obwohl außen eigen aussehender Kiosk ist, ein Italiener, ein Grieche sind. Ich vermute, die haben bestimmt auch einen Bestellservice

Klinikum - Cafeteria
oder wie man das nennen sollte
Klinikeigen, genauso überschaulich und ohne Phantasie

Krankenhaus - Cafeteria
verpachtet - hat schon seinen Sinn
gute Snacks dort, Kuchen und Brot vom "obigen" Bäcker....*g*
frisch belegte Brötchen mit Grünzeug dazwischen
und diverse andere nette und leckere Sachen


Beide Einrichtungen haben m.E. das gleiche Budget der Krankenkassen zur Verfügung.

Klinikum "kocht" in der eigenen Küche - so der Prospekt

Krankenhaus nach meiner Info (hoffentlich stimmt das) kocht seit Jahren nur noch solche "Kleinigkeiten" wie Suppe, oder spezielle Schonkost, der Rest kommt vom gleichen Caterer, der auch die Lufthansa beliefert.

Also es geht doch, wenn man "will"

Ich bin der Meinung, dass man als kranker Mensch auch ein Recht hat auf ordentliches, nett angerichtetes Essen. Das gehört bei mir auch zur Erhaltung und zur Reaktivierung von Lebenskraft und -wille,
Im Klinikum hätte ich keine weiteren Tage überstanden, ich wäre depressiv geworden.
Im Krankenhaus gab es immer mal von einer Schwester einen kurzen Stopp in den Zimmern, ein kurzer Schwatz, mal ein Lachen oder was auch immer, mal aufmunternde Worte. Im Klinikum kam ich mir von Anfang an vor wie eine Ware, die das Fließband ablaufen muss.

Es wäre wirklich zu empfehlen, dass man in diese Einrichtungen sich mal selbst inkognito auf eine Station legt und ein paar Tage mitmacht, um zu sehen, wo die Betriebsblindheit gerade voll ausbricht.

Und an das hiesige Krankenhaus: Macht weiter so, auch wenn immer welche über Euch meckern, ich kenne inzwischen sehr viele, die Euch einfach toll finden. Dass mal ein Mitarbeiter oder Arzt auf der Reihe tritt, ist überall der Fall, was soll's...und ich bin froh, wenn meine letzten Tage irgendwann anbrechen, dass ich dann auf die Palliativ-Station hier am Ort darf und nicht lieblos irgendwo im Klinikum liege. Denn auch diese Station hier am Ort hat einen sehr guten Ruf, Jeder, der jemanden hatte, und dort seinen letzten Weg antrat, hat sich als Angehöriger schon gut aufgehoben gewusst. Somit ist das für den Patienten auch so gewesen.


In diesem Sinne verabschiede ich mich nun mal ein paar Tage, Ihr habt ja genug zum Lesen.

Ich werde die nächsten Tage mal wieder meinen Haushalt auf die Reihe bekommen, einen Termin bei meinem Chemo-Lieblings-Doc machen, der Pathologe sollte seine Ergebnisse geschickt haben, und dann sehen wir weiter.

Bis denne und bleibt schön brav!!!





TEil 04 - Nachtruhe

Also, ich weiß sehr wohl, dass ich in einem Klinikum war und das kein 5-Sterne-Hotel ist oder war, und dass es zuhause sowieso viel schöner ist, aber so manche Sachen sind doch krass.

Nachtruhe - das Wort auseinandergenommen bedeutet RUHE in der NACHT, oder?

Gut, meine Nacht begann früher, da trotz einer Betriebsanleitung es mir nicht gelungen war, den TV oder das Radio anzustellen, aber was soll es...

So schlief ich schon vor lauter Erschöpfung gegen 20.00 h ein.

Kurzer Texteinschub.......

Ich lag auf einer Station, die irgendwann mal gebaut wurde, und alle anderen Häuser drangepappt wurden. Auf "meiner" Station gibt es keine Toiletten auf dem Zimmer, nein, die sind auf dem Gang, die teilt man sich dann mit der ganzen Station (kein Kopfkino anstellen, meines reicht komplett aus, ich brauche Eures nicht noch dazu).

Ok, bei einer Übernachtung kann man das Thema auch noch verkraften.

ABER auf der Station liegen lauter Mitmenschen, die irgendwelche Geräte mit irgendwelchen Akustikteilen bei sich stehen haben und ZENTRAL-Monitore im Schwesternzimmer ist nicht. ALSO, wie behilft man sich?? Ganz einfach...Zimmertüren weit auf lassen, dann hörte die ganze Station die Piepserlein.

Also ich erschöpft eingeschlafen mit OFFENER Tür und im Hintergrund dann von allen Seiten "düdeldüde" oder didadidadiadadoooooo oder tufffffffff,tuffftuffffffffff....Es wurden alle Möglichkeiten und Stärken mir im Schlaf um die Ohren gehauen.
Super, ich schaffte es dann bis kurz vor 1.00 h zu schlafen mit den Hintergrundgeräuschen.

Um 1.00 bin ich dann mal auf die Toilette und dann wieder ab in mein Zimmer, und dann mal gleich MEINE Tür mit Schmackes zugepatscht, damit auch jeder mitbekommt, ich will meine Ruhe.

Ich hatte nämlich noch die Vergünstigung, mein Zimmer direkt gegenüber dem Schwesternzimmer und dem Aufenthaltsraum der Schwestern zu haben. Und die guten Damen kannten so was wie "Stimme senken" in der Nacht schon mal nicht. Ich bin über alle möglichen und unmöglichen Dinge informiert, ob ich wollte oder nicht.
Auch die Schichtübergabe wurde dort abgehalten, schön in lauter und klarer Stimme, ich kann die Krankenakten von jedem fast auswendig, inkl. Dinge, die einfach mehr als Privatsphäre sind.

Irgendwie hab ich es dann geschafft, diese Nacht herumzubringen. Ich weiß nur, das nächste Mal in diesem Klinikum hab ich Ohropax mitzunehmen.

Und dann kam um 8.00 h schon das Frühstück............ABER das gibt es erst im nächsten Teil...

Montag, 30. Oktober 2017

Teil 03 - Die eigentliche Untersuchung

So, nun wird es auf den ersten Blick ein wenig wirr, aber dann einfach zweimal lesen.

Also Freitagmorgen hat mich Sohnemann um 8.05 h im Klinikum auf der Station abgeliefert.

Der junge Arzt war auch schon anwesend, dieser hat mir dann noch einen Kanüle gesetzt. Soweit so gut.

Dann bekam ich wieder meine obligatorische Mappe mit einen Zettel, wo ich nun hinsollte zur Untersuchung. Ach, wenn noch nicht erwähnt, mir sollte eine Bronchoskopie gemacht werden, weil auf meiner Lunge so Teile neu herumwachsen, die wir nun genauer kennenlernen wollten.

Meine Übernachtungstasche durfte ich im Schwesternzimmer stehen lassen, weil mein Zimmer noch nicht fertig war.

Auf die Frage, ob ich nicht einen Schlafanzug anziehen sollte, wurde mir gesagt...Nein, Sie können in Ihren Kleidern (lange Hose, Schuhe, weiße Bluse, rote Steppjacke) zur Untersuchung gehen..."...Gesagt getan, man ist ja gehorsam. WÄRE ICH ES NUR NICHT GEWESEN!!!!!!!

Also ab in den Stock XY mit meiner Mappe und mich dort vorgestellt....Möchte noch was warten (Warum warten, wenn es hieß, man warte bereits auf mich???)...

Dann durfte ich mich mit voller Montur - ohne Jacke!!!! - auf einen Liege legen, bekam dann einige Drähte etc. angeschlossen und es hieß wieder warten, weil der gute Oberarzt noch beschäftigt war mit telefonieren. Die leichte Betäubung durch Spray im Mundraum ließ nach, ok, dann halt mal drei Sprayer auf die Zunge und man ist dort wieder betäubt. DAS Thema haben wir dann noch dreimal gemacht, bis ENDLICH um 9.45 h kam dann ein Arzt, mit Vorstellung hatte er es nicht, guckte mich kurz an und meinte, dann "spritzen Sie xy und so weiter"...ich war dann mal weg.............

AUFPASSEN, es wird nun richtig spannend

Nach einem Blick auf die Uhr stellte ich fest, ich war nach 20 Minuten wieder unter den Hellwachen. Und zwar SO hellwach, dass ich irritiert war...feucht im Rückenbereich...feucht an den Oberschenkel, ...feucht zwischen den Beinen....feucht die ganze Liege oder besser gesagt Nass........Ich hatte komplett eingenässt.

LOGISCH, keiner hatte mir gesagt, ich möge die Blase vor der Untersuchung nochmals leeren
LOGISCH, ich im Dämmerschlaf nichts mitbekommend bei jeder hin und her Gegucke in meiner Lunge eine Reizung = Husten
LOGISCH, die Blase macht sich dann selbständig

Mir oberpeinlich hoch drei, stammelte was..... .meinte die gute Schwester, das ist normal, da bräuchte ich mir keine Sorgen machen.

HALLO, warum sagt einem das niemand vorher? Dann hätte ich vorgesorgt mit einer Einlage? und hat IRGENDJEMAND an meinen Fiffi und die Bauchdecke gedacht, die ich beim Husten, wenn man wach ist, auch immer unterstütze??

Alle meine Klamotten waren pitschnass und ich natürlich auch, ich bekam dann einen Rollstuhl, eine Einlage unter den Poppes und ab auf die Station.

Das war es dann?????

NEIN...
Dort wurde ich hingefahren, mein Zimmer war um 10.30 h immer noch nicht fertig, ich wartete dann in nassen Klamotten auf dem Flur, dass das Zimmer endlich fertig war, Ich hatte kalt trotz Decke und irgendwie kam ich mir selten dämlich vor so mit nassen Hosen und und und.

Leute, ich hab schon viel erlebt, ich habe auch erleben müssen, dass man mich wäscht wie ein kleines Kind nach der OP, aber dieses Thema war die Steigerung von allem.

So, nun kommt dann Teil = 04 Zimmerservice und Nachtruhe, das wird eine Leserin namens Heike ausflippen, die war schon am ausflippen bei der  nächtlichen Geräuschqeuelle im hiesigen Krankenhaus...nur nach dem Lesen meiner Geschichte wird sie zugeben, dass bei ihr dann totenstill war....Ich sag nur bing-bing-bing-bong............oder düüü,düüüüüü, düüü, düü......oder so andere Piepser

Sonntag, 29. Oktober 2017

Einrücken in Etappen - Teil 02

Leute, alle Asterix und Obelix-Filmchen angeschaut?

Dann ist ja gut. Bei nachfolgendem sind Ähnlichkeiten nicht beabsichtigt, aber leider wirklich sehr nahe an der Wahrheit.

Also mein jüngster Sohn hat sich bereit erklärt, mich zum normalen Einchecken bzw. zu den Voruntersuchungen in nahe gelegenen KLINIKUM (nicht im hiesigen KRANKENHAUS) zu begleiten (schön unterscheiden beim Lesen zwischen Klinikum und Krankenhaus, gelle)....

Also wir da nach erfolgreicher Parkplatzsuche - und immer schön zwischen den Zeilen meinen gewissen Sarkasmus mitlesen - sind wir dann mal zum InfoStand. Dort wurde uns sehr nett erklärt, man möge bitte in Nümmerchen ziehen (Der Nummernkasten unterscheidet durch Knopfdruck zwischen normalen Menschen, Gehbehinderten normalen Menschen und normalen Menschen mit Fahrzeugen (= Rollis und so)...und wir sind alle normal!!!...also ich so ganz normal gedrückt und meine Nr. 37 gezogen, Man setze sich hin und warte, wie beim Anmelden eines Autos oder so...

Es ging recht fix, aber richtig fix dort und dann ab auf die Station XY in Stockwerk 2, in Haus A....ok, das war gerade noch leicht zu finden, hat schon Vorteile, einen Sohn dabei zu haben, der halbwegs den Orientierungssinn in den kommenden Stunden nicht verloren hat.

Große Begrüßung bei der dortigen Anmeldung, ein paar Zettel abgeliefert, dafür ein Namensbändchen erhalten (wir auf der Neugeborenenstation) und eine schwarze Mappe und vorne drauf....................meine weiteren Stationen, wo ich was erledigen sollte.

Zuerst Haus B, Stock 4, Zimmer 9 (also die künftigen Angaben nicht nachvollziehen, die sind hier nun erfunden, aber sie stellen darf, was da abläuft)...EKG...super...dann nächster Zettel......Haus C, Stock 2, Zimmer XY....Labor...gefühlte 10 Liter Blut abgegeben.....dann nächsten Zettel.......Haus A, 1. Stock, Zimmer AB....Echo-Doppler..........

so, nun war alles durch, also wieder zum Ausgangspunkt = eigentliche Station...

DIE waren schon fleißig und haben die nächsten Zettel ausgedruckt...........also ab (die Angabe von allen möglichen Etagen und Häusern überspringen wir nun mal, aber es ging rauf und runter, rüber und nüber, rechts und links

es standen dann noch an

LUFO = Luingenfunktionstest
Röntgen
Fragebogen XY ausfüllen
sollte ich was vergessen haben...also von EEK und EKG und Labor und LUFO, Doppler, Röntgen, wir haben nur übersprungen die Entbindungsstation, die Intensivstation, die Küche, die Wäscherei, die Spenderabteilung, Urologie und so auch....aber ansonsten ist irgendwie gefühlt alles dabei gewesen.

Irgendwann waren wir wieder am Ausgangspunkt, 11.56 h, zum Arztgespräch..............und was soll ich Euch sagen, der gute Knabe (der war noch so jung, der lief bei mir eher unter Zivi, wuschelige Frisur, so wie wenn er geraade aus dem Bette gesprungen wäre) war gerade bei Tisch und danach zum Oberärzte-Meeting. Kommt erst um 13.00 h zurück..........

Also wieder zurück zum Ausgang und die Cafeteria besucht, und was gegessen (was es überhaupt gab. Schnitzelbrötchen aus, Frikadellen Brötchen aus, noch zu haben Brötchen mit Fleischkäse oder Fleischkäse mit Brötchen oder solch untergeordneten Dinge. Salat? nö, Kuchen - jepp. vom Großbäcker. Naja, zwei Wienerle mit einem Brötchen, das auch schon bessere Tage gesehen hatte sind durch den Hunger getilgt worden)

Um 12.55 h ab auf die Station, der gute Arzt hat uns schon erwartet...Seine  erste Frage dann "Haben Sie einen Arztbericht"....Für was?....ajja, damit wir wissen, mit was wir es zu tun haben........ähm. ich war vor 5 Tagen bei Dr. XY...der weiß alles und hat alles....SUPER, aber der hat nichts in den PC geschrieben....(zum Glück hatte ich CDs von CTs der letzten 12 Monate dabei....Ja und jetzt.............komm junger Mann, wir setzen uns, sie schreiben, ich erzähle........

Es blieb ihm nichts anderes übrig, denn mein Lieblings-Onko-Doc war nicht erreichbar und wie meinte der junge Arzt "Ist ja schön, wenn beide Kollegen die papierlose Kommunikation toll finden, ABER ein wenig in den PC schreiben sollten sie schon"...Meine Antwort: Das sagen Sie denen aber bitte selbst.

ABER ich bin ja kommunikativ....der Arzt war dann nur am Aufschreiben, ich kam jeder Frage zuvor, man kennt ja das ganze Procedere bereits..........

Er war glücklich, und ich war dann endlich nach 2 Unterschriften fertig....den eigentlichen Arztbericht von Fachmann zu Fachmann bekam er dann noch bis Freitag-Morgen...*g* Das stand jedoch - seine Aussage - nichts Neues drin (Hab ich doch gleich gesagt!!)

So, das war nun der Tag, um 15.00 h war ich dann fix und fertig mit meiner Welt endlich wieder zuhause.

Unterwegs bekam ich dann von meinem Jüngsten noch so die superschlauen Ratschläge, wie man abnimmt, wenn das Lungenvolumen ein wenig - laut dem jungen Arzt - zu wünschen übrig lässt.
Super, Sohn, du vergisst, was mir beim Abnehmen helfen würde, ist nicht gut für Fiffi
und was gut für Fiffi ist, ist nicht gut zum Abnehmen. Also gute Ratschläge für sich behalten


Das war nun Tag 01.........aber es kommt noch DICKER!!!

Bis morgen oder so!!

Samstag, 28. Oktober 2017

Gemeinsamkeiten von Obelix und Asterix und dem "nahegelegenem Klinikum - TEIL 01

Leute, meinereiner ist wieder zu Hause. Gott sei gedankt und in dieses Etablissement bringen mich keine 10 Pferde mehr oder nur mit den Füßen zuerst.

Aber schön der Reihe nach, das ganze Thema wird so wieso in mehreren Teilen hier niedergeschrieben. Auf einmal verkraftet das nämlich niemand von Euch.

Zuerst zur Einstimmung, hier bitte diesen Film anschauen und ein wenig schmunzeln...

https://www.youtube.com/watch?v=lIiUR2gV0xk

Morgen geht es hier dann weiter mit Teil 02

bis denne, man liest sich...

Dienstag, 24. Oktober 2017

Was sagt der Lungenfachmann???

.............abgesehen dass der Mann - Ende vierzig, Anfang fünfzig - ein äußerst sympathischer Mann war (naja, in meinem Alter darf man ja nur noch gucken, aber das GUCKEN machen wir dann schon richtig!!)...ist der auch kompetent. Hat sich alles von mir angehört, Bild vom CT angeschaut und gemeint....."Das ist auf alle Fälle nichts Neues, also kein neuer Tumor, das sieht man sofort........

WAAAAAAAAAAAAAASSSSSSSSSSSSSS, die Teile sehen doch alle irgendwie gleich aus.....

NÖ, bin nun aufgeklärt, ich soll das so vergleichen, wie wenn ich mit meinem Sohn frühstücke, in Neustadt, nahe dem Pfälzer Wald, und wir hören Hufgeklapper.... Was denkt man dann?...jepp, ist ein Pferd, bzw. bei uns in der Nähe sind noch Esel...Ich sag also Pferd/Esel und mein Sohn sagt, nö. LAMA....ich geh mit ihm ans Fenster und zeige ihm, Bub, nix Lama, hier Pferd/Gaul/Hüttehott...

So solle ich mir das vorstellen, wenn der LungenDoc meine schwarz-weiße Bilder sieht und sagt, das ist das nicht, das kann nur das sein.

ABER, damit wir nicht weiter grübeln und 100 % sicher sind, schlägt er eine Bronchoskopie vor...

Ich dann..."jepp, sagen Sie das bitte alles meinem Lieblings-Chemo-Doc (der liest hier leider mit, aber Mädels, der ist auch schnuggelig, gucken dürfen wir ja noch, gerade noch)...der nimmt das Telefon, macht auf Kurzwahl und so schnell konnte ich nicht denken, dass die beiden Männer miteinander quatschten...der Anfang war gut....

"...Kollege, hier sitzt Frau Glatz-Kuhn, eine sehr aufgeklärte, kommunikative und erklärende Person, und will nun, dass wir plaudern............dann kam das obligatorisch Fachgesimpel...und dann sein Vorschlag (und er wusste, wenn mein Chemo-Doc sagt, spring in den Rhein, dann mach ich das)...naja, er sagte dann, er wäre auch der Meinung wie der Kollege, wir gucken mal in die Lunge, aber entscheiden muss das natürlich meinereiner...........kurzer Blick zu mir, ich dann gleich, wenn Chef sagt, dann mache ich das...Hörer aufgelegt...Ergebnis: Gespräch + Entscheid = noch keine 8 Minuten Gespräch. das nennt man fix.

Also Leute, meinereiner rückt nun am kommenden DO kurz ein im Klinkum - was für ein großer Bunker!! - dann darf sie wieder heim, am FR dann nüchstern wieder erscheinen gleich morgens, und einmal über Nacht bleiben.

Wenn ich Glück habe, bekomme ich eine volle Mahlzeit mit, dann kann ich mal gleich die Küche des Klinikums ""Wir kochen alles frisch". testen. Ich werde berichten, ich schlüpfe dann in meinen anderen "Beruf"...Frau Rach testet Klinikküchen....*lach*

In diesem Sinne, man sieht sich hier.............

Dienstag, 10. Oktober 2017

Plan D oder schon Plan F??

Tja, so geht es mir momentan. Aber wie immer, der Reihe nach:

Also bei meinem Onko-Doc eingelaufen und wir haben nun den Plan D eingeläutet.

Fakt ist, die Leber - eigentlich meine größte Baustelle - ist ruhig und friedlich und die Hugonotten werden kleiner oder sind weg...

Die Leber macht das an einer Ecke auch mit, aber bei den zwei neuen Ecken nicht, jetzt kommt die "Logik" ins Spiel. Es könnte ohne Weiteres sein, dass diese zwei Teilchen gar nicht der eigentliche Hugonotten-Verein sind, sondern ganz was anderes und dann nur bedingt bzw. gar nicht auf die Chemo reagieren, wo der Rest reagiert.

Um das auszuschließen, werde ich nun mal einen Facharzt im Klinikum Ludwigshafen am kommenden Dienstag vorgestellt. Wahrscheinlich gibt es da eine Punktion und dann wissen wir nach dem Pathologen mehr.

Ihr merkt, mit mir wird es Euch nicht langweilig, tja, spannender wie mancher Krimi.

Apropos Krimi...Gedankenschwenk einmal 180 Grad herum....Ich war gestern Abend seit mindestens 45 Jahren in einem Kino...man merkt, in den 45 Jahren hat sich viel getan. EIN Kino, nö, da waren mindestens 9 in dem Tempel, die Popcorn-Tüten sind auch größer geworden und die Sitzplätze breiter und bequemer. Also probiert es mal wieder aus!

In diesem Sinne, eine die sich nicht unterkriegen lässt!

Bis die kommende Woche oder so......

Sonntag, 20. August 2017

Schlagt mich, wieder solange blogfaul....

dabei ist einiges passiert, aber schön der Reihe nach:

,,, Tumormarker wieder auf 100, was heißt, die vorherige erfolgreiche Chemo ist hinfällig, weil sich diese Chemo in meinem Körper nun eingenistet hat und weiß, wie man das alles bekämpft. Also Plan B....

... Jetzt gibt es die Tabletten-Chemo...super schön anzusehen, in den 5 Tagen der Therapie bekomme ich insgesamt am Tag 25 Tabletten, alle möglichen Farben und mit ZAHLEN drauf, nun kann ich beim Senioren-BINGO mitmachen........bruell

... dann habe ich mir mal so kurz entschlossen eine Woche Vollpension im Hotel "Hetzelstift" gegönnt (man gönnt sich ja sonst nichts)...die Aufnahme war sehr excellent, es wurde mir gleich ein persönlicher Betreuer mit Doktortitel und Weißkittel zur Seite gestellt und damit ich noch komfortabler dran bin, gleich mit Rollstuhl. Ihr habt es gemerkt, ich war mal schnell über die Notaufnahme im hiesigen Krankenhaus. Ich nahm zum Glück gleich meinen kleinsten Putzeimer mit, denn den füllte ich so mitten in der Notaufnahme fast zur Hälfte. Verdacht auf Darmverschluss...

Dann ab auf Station.........juchhuuuuuuuuu...die Station 5.2, die mich gleich am Stationsanfang empfing mit den Worten..."wussten wir es doch, unsere Frau Glatz-Kuhn kommt zu uns"...Zimmer mit Bett alleine und dann mal Tropf, Besuch vom Dr. Lockenkopf - ich mag den - irgendwann dann zur Entlastung Magensonde - lecker - und Beutel in Massen um mich herum. Vollpension bestand aus Tee, Tee, Wasser, Fleischbrühe, Hauptsache flüssig. Im Laufe der Tage alle meine Schwestern von vor einem Jahr, großes Hallihallo. Lustige "Jung-Schwestern" gerade ausgelernt und eine supernette Praktikantin. Es war einfach irgendwie schön, so vertraute Gesichter um sich zu haben. Auch mein Uhren-Doc war wieder da, dieses Mal fiel mir eine orange Uhr bei ihm auf. Was es alles gibt! Naha, mein Darmverschluss löste sich zum Glück von alleine, dann gab es Aufbaukost.....Nach 4 Tagen nur Flüssig sind Joghurt in jeglicher Form fast wie ein Rumsteak, und Zwieback wie ein frisch gebackenes Brot...aber dann kam auch schon Kartoffelbrei mit Soße - den hab ich fast gelutscht vor Lust am Essen.....Ergebnis: MEHR TRINKEN und gut KAUEN, dann passiert so was nicht..Nach knapp 8 Tagen durfte ich wieder nach Hause und konnte meine Chemo endlich beginnen.

Ging nochmals gut....mit blauem Auge davon gekommen..............

in diesem Sinne..........Eure Patricia

Mittwoch, 9. August 2017

Ja, jaaaaaaaaaaaaaaaaaa mich gibt es noch.........

.................nur manchmal weiß ich gar nicht, was ich hier schreiben soll. Nicht, dass mir langweilig wäre, oder nichts passieren würde, aber ich kann Euch ja nicht jedes Mal wenn einer meiner Fußnägel um die Ecke wächst, einen Post zumuten...

Aber ich denke mal nach, was so alles die letzten Wochen passiert ist:

...Meine Krankenkasse und meine Rentenstelle wurden sich ENDLICH einig, wer nun den 1. Preis = nämlich mich - bekommt. Also ich bin nun EU-Rentnerin.............juchuuuuuuuuuuuuuuu

...Damit ich jedoch nicht trübsinnig werde (der Ausspruch meines Senior-Lieblings-Chefs) muss ich einmal die Woche bei ihm antanzen und mit ihm essen gehen....guter Plan

...Mein anderer Chef - der, der mich Jura-Studis beschäftigt, hat mich nun alleine und aus diesem Grunde hat mein Sohn unser Keller-Arbeitszimmer umgebaut. Für Mama PNP-Füße und Kälte von unten einen Zwischenholzboden eingezogen, in L-Form eine tiefe Schreibtischplatte vom blauen Möbelhaus gebaut..und nun hat mein Sohn einen Arbeitsplatz, ich daneben mit Abstand mein Homeofficce und DANN KOMMT MEIN NEUES HOBBY!!!! meine Nähmaschine und ein paar Meter meine Overlockmaschine. Leut's, das ist echt alles toll geworden. Bilder folgen, so ein paar Feinheiten müssen noch gebaut werden.

...CT habe ich natürlich auch mal wieder durchlaufen

...Tumormarker auch...wir waren vor knapp 10 Wochen bei 30....

...Einen "halben"Nachschlag der bisherigen Chemo nochmals bekommen, um zu sehen, was meine Hugonotten machen...

...CT.........sind doch diese vermaledeiten Hugonotten in der Lunge minimalts gewachsen....grrrrrrrrrrrrrrrrr

...Tumormarker wieder auf 100

...das hat meinem herzallerliebsten ChemoDoc nicht gefallen, aber rein gar nicht. Wir waren beide stinkig, aber was soll es...nur Chemo Plan A geht nun nicht mehr, weil meine Hugonotten nun irgendwie resitent gegen die alte Chemo sind....Als Plan B.......Tabelttenform

...aber nur ging mein Chemo-Doc erst einmal in seinen wohlverdienten Urlaub.....

...und ich BIN DANN AUCH MAL KURZ MIT VOLLPENSION IN EINEN SUPER URLAUB GEFAHREN........

.............Mehr dazu morgen...und wie immer mit den leicht ironischen-sarkastischen Blüten aus meinem Gehirn...und ich weiß, ich habe seit heute ein paar neue Leserinnen dazubekommen...............auch hierzu MEHR MORGEN.......

Bis denne, haltet die Ohren steif, Hände auf der Bettdecke und ansonsten lieb sein!

Eure Patricia

Sonntag, 25. Juni 2017

Ja, Leuts, ich weiß, ich hab Euch vernachlässigt...

aber es war auch eine Zeitlang nichts zu berichten, und nun kommen doch ein paar Sachen zusammen, das bekommt Ihr nun per Kursfassung:
 
-Erwerbsminderungsrente ist durch...
Was für ein Akt, weniger die Formulare für die Rente, nö, der "Kleinkrieg" mit der BEK, weil mir irgendwo 12 Monate fehlen bei den letzten 20 Jahren usw.....Ergebnis: bin bei denen nun freiwillig versichert. Was solls!!

Tumormarker ist auf 30
und damit es dem nicht zu wohl wird, bekommt der nun noch 3 Sitzungen drauf, mal schauen, ob wir noch niedriger kommen.

Die Hugonotten
ziehen sich auch immer mehr zurück, mal sehen, was sie da dann machen

Physio
ist so richtig entspannend, Lymphdrainage u.a. für meine Beine

PNP
och, auch an das gewöhnt man sich. Und so langsam habe ich heraus, welche Schuhe meinen Füßen gut tun.


Ergebnis:
Also eigentlich geht es mir "scheiß" gut, wenn ich so in meinem Umfeld höre (mit 50 Gehirntumor, mit 16 (!!!!) Hodenkrebs) sollte ich den Ball flach halten, wenn ich über meine Zipperlein schimpfe.
Gut, ich brauche viel mehr Schlaf
Ab und an meint Fiffi, er braucht Auslauf (Bettenabziehen mitten in der Nacht  und wieder Aufziehen kann ich inzwischen wie das Lottchen)
Laufen durch PNP wie ein Besoffener, der morgens um 8.00 h schon seinen Pegel erreicht hat....jepp, auch das kann ich super
Nur ein Handikap habe ich, dieses Schalentier in mir ist nicht so ohne, mir wäre das Schalentier gekocht auf dem Teller mit einem Glas Champus lieber...Wir arbeiten daran!

In diesem Sinne...bis bald...dann stelle ich Euch mein neues Hobby vor...







Mittwoch, 29. März 2017

Noch ganz schnell...

solange noch März ist und ich mich wieder für alles und nichts hier entschuldigen muss, weil ich so blogfaul bin

Aber Leute, es passiert zur Zeit nicht viel....

Für Euch den letzten Stand in meinem Hugo-Leben.


...Ich durchlaufe gerade den 3. Block meiner Chemo, davon die habe ich nun 4 von 6 Einheiten hinter mir

...die Erholungszeit von Einheit zu Einheit wird immer länger, viel müde und schlapp, aber das wird alles wieder

...FREU FREU FREU...Zwischenmarker nach der 3. Sitzung auf 30 von vorher 80

...Meine Leber weiß inzwischen auch wieder, was sie tun soll. Von Werten über 3.000 sind wir nun bei schlappen 100

...Beim Ultraschall haben wir gesehen, dass die Hugonotten schön schrumpfen

... Nach diesem Block und dem großen Staging komme ich wahrscheinlich in die Erhaltungstherapie....Supergeil!!

...und das größte Lob kam natürlich von meinem Chemo-Doc, der meinte " Sie machen das richtig gut, richtig richtig gut"

..- mein Umfeld meint, ich sehe gut aus...naja, finde ich nicht, die zig Nebenwirkungen wie trockene Augen, schuppige Haut (ich bin nur am Cremen und das ich!)

...an den Füßen ist meine Neuropathie nun zum Stillstand gekommen, aber da ist sie immer noch...werde nun mal Gesundheitsschuhe kaufen gehen....

...ach, ich hab mal nun den Rentenantrag gestellt, Hilfe, was die alles wissen wollen. Eine Steuererklärung ist dagegen nichts.


Tja, das war es schon mal wieder, Sonst erfreue ich mich am Frühling, auch wenn ich wegen der Chemo nicht in die Sonne darf, dass die Vögel wieder fröhlich zwitschern, amüsiere mich über meine rollige kleine Katze und unserem kastrierten Kater, der so gar nicht weiß, was er tun soll, und freue mich einfach an meinem Leben!

Bis bald hier im Theater!

Freitag, 17. März 2017

JA. ja, ja...

mir ist klar, ich bin so was von schreibfaul, dass man mich an den Ohren ziehen sollte, aber Leuts, irgendwie hab ich es immer wieder aufgeschoben, Euch auf dem Laufenden zu halten. ABER heute ist es nun endlich soweit:

... Ich konnte erfolgreich am 17.2.2017 mein Einjähriges feiern mit Hugo und Konsorten...

... Mir geht es richtig gut, die Blutwerte sind super, den 3. Chemo-Block (immer schön 6

... Meine Kribbel-Füße nerven mich. Mein voller Schuhschrank hat nur 2 Paar Schuhe, die ich      anziehen kann, ohne dass ich vor "Schmerzen" die Decke hochgehe. Kommende Woche werde ich mal in die Abteilung Joggingschuhe gehen, da ist mir was empfohlen worden.

... Kommende Woche gibt es dann mal wieder den Tumor-Marker. Bin gespannt, der letzte lag bei 80

...Mein neues Hobby nimmt immer mehr Gestalt an. Nähe ist für mich so herrlich entspannend und produktiv. An den Wochenenden ist bei mir immer Nähsession, es rattert und schnurrt und macht einfach nur Spaß...


Leute, ich kann nicht mehr berichten, als dass alles seine Bahnen geht und ich mehr als zuversichtlich bin.

Genießt ein wenig die Frühlingsonne! In diesem Sinne bis bald in diesem Theater!

Sonntag, 29. Januar 2017

Es lebt noch....

kann ich nur sagen. Stimmt, seit 12. Dezember bis nun ist eine sehr lange Zeit und man könnte sich als Leser Gedanken machen. Aber Mädels und Jungs ich war einfach nur blogfaul. Ich gelobe Besserung. So im Zeitraffer nun die letzten Wochen.....

Bis in die Weihnachtswoche die letzte Einheit Chemo.

Weihnachten war toll, friedlich und so was von entschleunigt!!! Wir hatten das 1. Mal einen Truthahn, der uns super gelungen ist, Kastaniengemüse, selbst gemachtes Rotkraut und Knödel und als Nachtisch Trifle. Bis zur Käseplatte haben wir es nicht geschafft, wir waren alle rundherum satt und zufrieden. Meine Söhne waren komplett am Tisch, mein Schwiegertochter in spe ebenfalls, und zu guter letzt einen Leidensgenossin, die ich ganz am Anfang meiner Chemo kennen und schätzen gelernt habe. Es war einfach schön!

In den ersten Januar-Wochen dann das übliche Stagin inkl. CT, und zwar einen "volles" CT, = den Genuss des tollen Mittels zum Trinken. War aber spaßig, es waren so einige da, die das trinken mussten und dann müssen wir, damit es besser rutscht, laufen. Irgendwann meinte ich so in der Runde "komme mir vor wie bei einer Trinkkur, da muss man auch wandeln"...Dann kam der nächste...so, nun ein Schluck Glühwein.....so nun ein Schluck Grauburgunder... etc...wir haben nur noch gelacht...bis zum "1 Schluck Capuccino" sind wir gekommen, bis die Tür vom Arztzimmer aufging, der Weißkittler verdutzt schaute, was da ablief...wir waren da schon 8 Leute, die hintereinander den Flur rauf und runter liefen...und die Tür wieder schnell zumachte, Der dachte bestimmt, er ist auf einmal im Irrenhaus. Aber so haben wir den "Suff" wenigstens runterbekommen...

Ende Januar dann die große Besprechung mit meinem Chemo-Doc, der es wie immer spannend hoch drei gemacht hat. Tumormarker von 300 auf 80, also finde ich gut. CT sagt aus, dass die Metastasen zwar da sind, aber sich verkleinern. Also alles im grünen Bereich. Wir machen nun in einer Woche den nächsten Chemo-Block. Ich habe dieses Mal diese so für jeden Arzt tolle Frage gestellt, wie lange das so geht und wann ich mich für Wolke 7 entscheiden muss. Er dann..."also in die Glaskugel kann ich noch nicht schauen"...aber "Sie können morgen eine Lungenembolie oder einen Infarkt haben, dann sterben Sie vielleicht und dann nicht am Krebs..."...Tja, also leben wir mal schön weiter...Wolke 7, du hast noch zu warten, ich hab noch so viel vor!!!. Der Chemo-Doc war sehr zufrieden mit mir, sowohl das Aussehen hat ihm gefallen - inkl. Mützchen, da ich nun brauche - als auch die Werte und auch meine positive witzige Einstellung, das mache ich regelrecht Freude....Naja, miesepetrische Gedanken bringen uns alle nicht weiter, die Phase kommt noch früh genug!

Ach, so zwischendurch hab ich mir noch den Noro-Virus eingefangen. Kinners, das war ein Bulllshit. Ich wusste gar nicht, dass man so kötzern kann, wie ich. Ich hätte mich bei jedem Stadtpark-Chef als Speier-Figur bewerben können, es war einfach nur grauslich herrlich. Meine Schwiegertochter hatte zum Glück frei, denn ich war zu nichts, aber auch zu wirklich nichts, fähig. Sie kam mit den Waschmaschinenfüllungen nicht mehr nach, dann fuhr sie mich schön zum Hausarzt, der mir Infusionen reinpumpte und nach 4 Tagen war alles weg. ABER ich war so geschwächt, ich habe eine Woche gebraucht, bis ich wieder körperlich auf dem Stand vor dem Noro-Virus war. Grausam!

So, das war es nun im Zeitraffer-Tempo. Ein neues Hobby - bedingt durch meine Neuropathie in den Händen - hab ich auch. Nähen an der Nähmaschine...wenn meine Mitbewohner mich suchen, gehen sie nur nach dem Geräusch.  "Suche Mama - höre Nähmaschine"..so heißt es, und es macht irrsinnig viel Spaß.

In Gedanken bin ich zur Zeit eigentlich wenig mit meiner Krankheit beschäftigt, eher mit Umständen, die meine beste Freundin betreffen und mit Umständen im weiteren Kreis meiner Familie. Bei ersterem kann ich nur den Kopf schütteln, was man so manchmal im Leben durchstehen muss, bei zweiterem  hätte ich gerne die Möglichkeiten, demjenigen erst einen runter zu hauen und dann ihm mal alles an den Kopf zu werfen, was derjenige in seiner Überheblichkeit und Arroganz angerichtet hat. Leider ist mir das nicht gegönnt. Aber gerade beim letzten Geschehen ist mir bewusst geworden, dass "man sich immer zweimal im Leben trifft"...und es irgendeine Gerechtigkeit geben muss, die der Chef der Wolken 1 - unendlich in die Wege leitet. Es gibt eine Gerechtigkeit auf Erden, DAS hat mir das mal wieder gezeigt....nein, ich bin nicht schadenfroh, ich doch nicht. Diejenigen, die den Sachverhalt kennen, sagen mir, ja, du darfst schadenfroh sein, gerade du darfst das 100 pro....

In diesem Sinne....ach..richtet mal Euer kleines Schwarze und den guten Anzug....kommende Tage feiere ich einen GEBURTSTAG der besonderen Art. Ihr seid alle eingeladen, ein Glas Sekt virtuell mitzutrinken. Mehr wird erst dann erfahren...oder ihr erratet es schon!!

Also bis denne

Patricia mit ihren Hugonotten.